Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.11.1997 - 

IT-Training/Atec-Initiative intensiviert Zusammenarbeit

Gemeinsames Seminarangebot zum Vorteil des Anwenders

Wollen Anwender der Produktpolitik der Industrie folgen, müssen sie den Löwenanteil ihres Budgets in Schulungen für regelmäßige Software-Updates pumpen. "70 Prozent des Aufwands für die Migration von Windows NT 3.5 nach 4.0 gehen nur für die Weiterbildung drauf", kalkuliert Jürgen Theisen, Marketing-Leiter der Prokoda GmbH, Köln.

Kein Wunder, daß sich viele Anwender nach neuen Weiterbildungsangeboten umschauen. Immer mehr Firmen neigen aber auch dazu, ihre Mittel für die Weiterbildung drastisch zu kürzen.

Wollen Anwender nicht dem drohenden "Knowledge Gap" zum Opfer fallen, müssen sie sich permanent weiterbilden. Dies zu organisieren ist eine Aufgabe, um die die Strategen nicht zu beneiden sind. "Das Grundproblem ist die Bevorratung von Wissen", erklärt Theisen. Der Markt für qualifizierte Trainer ist leergefegt. "Anwender fragen weniger nach Standardtrainings, sondern erwarten von ihren Bildungspartnern auch Anstöße für Projekte und Hilfe bei Investitionsentscheidungen", so Theisen. Vor allem interessieren sie sich für ein Bildungskonzept, das sie einheitlich in regionalen und internationalen Niederlassungen verfolgen können.

Jeder stellt den anderen Ressourcen zur Verfügung

Anwender drückt der Schuh in Fragen der Migration oder der Connectivity zwischen hochkomplexen IT-Welten. Immer weniger finden sie sich im über die Jahre gewachsenen Wildwuchs zurecht. Aus diesem Grund schlossen sich vor zwei Jahren 16 Atecs in einer Initiative zusammen, um den Bedarf der Anwender nach praxisorientierten Trainings gezielt anzusprechen. Jedes Atec bringt Qualifizierungsschwerpunkte ein und stellt eigene Ressourcen den anderen zur Verfügung.

"Wir trauen dem Markt sehr viel zu", gibt sich Theisen, Sprecher der Initiative, optimistisch. Dabei sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Der durch die steigende Anzahl der Anbieter ausgelöste Preiskampf wird immer härter. Schon die verbindlich vorgeschriebene Zertifizierung von vier Trainern kostet 25000 Mark, die beim Anwender wieder hereingeholt werden müssen. Doch davon lassen sich die in der Atec-Initiative versammelten Anbieter nicht einschüchtern. "Unser Vorteil ist der Abschied vom Claim-Denken", so Theisen. Mein Kunde gehört mir - diese Einstellung habe ausgedient.

Der Ansatz der sogenannten Extended Trainings ist einfach. Auf der Basis offizieller technischer Trainings von Microsoft bringen die Anbieter zusätzlich ihre spezielle Praxiserfahrung ein. Viermal im Jahr kommen die Firmen zusammen und beraten über Seminarkonzepte. Hat man sich auf ein neues Programm geeinigt, werden die Kosten intern umgelegt. Ab und zu läßt man sogar Spezialisten aus Redmond einfliegen. Für 1998 hat man sich vorgenommen, eine eigene Qualifizierungsoffensive zu starten und will zum Beispiel die öffentliche Hand und Großunternehmen an einen Tisch bringen. Unter http://www.atec.de sollen demnächst Selbstlernsysteme, Literatur und Projektberichte abgerufen werden können.

*Winfried Gertz ist freier Autor in München.