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07.02.2006

General Motors lagert aus

Der Automobilkonzern hat sechs Dienstleister beauftragt.

Als Gewinner der Ausschreibung dürfte sich EDS fühlen, obwohl der US-amerikanische IT-Dienstleister künftig deutlich weniger IT-Services für den ehemaligen Mutterkonzern erbringt als bisher. General Motors (GM) vergab Aufträge im Wert von 3,8 Milliarden Dollar verteilt auf die kommenden fünf Jahre an EDS. Inklusive anderer Aufträge von GM, die nicht Bestandteil der aktuellen Ausschreibung waren, nimmt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge künftig rund 1,2 Milliarden bis 1,4 Milliarden Dollar mit GM ein (siehe Tabelle "Der Umsatz mit GM schrumpft"). EDS zeigte sich dennoch erfreut über das Ergebnis der Ausschreibung. Man habe 70 Prozent aller Aufträge gewonnen, für die man sich beworben habe.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte Michael Jordan, CEO von EDS. Das schrumpfende GM-Geschäft habe keinen negativen Einfluss auf die künftigen Quartals- und Jahresergebnisse. Viele Marktbeobachter hatten sogar einen stärkeren Einbruch des Geschäfts mit GM befürchtet.

Die anderen Dienstleister, die Aufträge von GM erhielten, sind Hewlett-Packard (HP), IBM, Capgemini, Compuware Covisint und Wipro. HP bezifferte den Wert des Abkommens auf 700 Millionen Dollar, IBM und Capgemini gewinnen eigenen Angaben zufolge Aufträge über jeweils 500 Millionen Dollar.

Weniger Kosten, mehr Innovation

Wipro wurde beauftragt, für rund 27 Millionen Dollar GMs Middleware zu integrieren und zu betreiben. Covisint machte keine Angaben über das Projektvolumen. Alle Verträge haben eine Laufzeit von fünf Jahren.

Hintergrund der Ausschreibung war der auslaufende Outsourcing-Vertrag zwischen EDS und GM, der im Jahr 1996 für zehn Jahre vereinbart wurde. Insgesamt wird der Autokonzern IT-Aufträge über 15 Milliarden Dollar vergeben, bislang hat er allerdings erst die Hälfte verteilt. Für den Restbetrag will GM in den kommenden fünf Jahren Hard- und Software kaufen sowie einen auslaufenden Vertrag über den Betrieb der TK-Netze neu vergeben. GM strebt Kosteneinsparungen und Innovationen an und möchte der zunehmenden Globalisierung begegnen. Genaue Angaben darüber, wie viel man mit der Neuvergabe sparen wird, machte GM nicht. (jha)