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15.01.1988 - 

EDS bleibt Projektträgerschaft:

General Motors setzt mit CIM-Projekt neu auf

KÖLN (bi) - Zwei Milliarden Dollar ist die um Marktanteile ringende General Motors Company Presseinformationen zufolge bereit, für ein Fünfjahresprojekt in Sachen CAD/CAM/CAE und MAP/TOP zu investieren.

Das in jüngster Zeit nicht nur im eigenen Markt glücklos operierende Automobilunternehmen hat seine Informatiktochter EDS mit der Projektleitung beauftragt; McDonnell Douglas Information Systems und Lockheed seien die weiteren Auftragnehmer.

Ziel des Projektes ist laut McDonnell Douglas, bis 1993 ein standardi siertes System zu entwickeln, das es erlaubt, zwischen den verschiedenen CAD- und CAM-Systemen des Autobauers Daten frei auszutauschen. EDS und General Motors waren im vergangenen Herbst mit der Einführung von MAP (Manufacturing Automation Protocol) in die Detroiter Produktion nicht erfolgreich gewesen: Presseberichten zufolge lieferten sich die Roboter regelrechte "Schlachten". So kann die jetzige hochkarätige Auftragsvergabe an die Informatikbereiche der beiden Flugzeugunternehmen (für Lockheed CAD/AM Inc.) als ein Eingeständnis der Schwäche der GM-Tochter EDS gewertet werden. Laut EDS Deutschland, sind, die Verhandlungen mit den beiden Software-Zulieferern allerdings noch nicht abgeschlossen, EDS selbst jedoch biete derartige Software und Services nicht an.

Die neue Koalition mit den Flugzeugbauern wird zweifelsohne trendsetzend wirken, so CIM-Papst Professor August Wilhelm Scheer von der Universität, Saarbrücken, und zwar nicht alleine hinsichtlich der Standards MAP und TOP, sondern auch was die Normierung von Datenbankschnittstellen und Künstliche-Intelligenz-Anwendungen betreffe.

Weitere Kenner des CIM-Marktes halten das Milliardenprojekt auch deshalb für trendsetzend, weil GM damit in die Lage versetzt werde, seine Zulieferer auf bestimmte Systeme zu verpflichten; mit diesen zusammen belege der Autogigant zirka 30 Prozent des Weltmarktes, was eine starke Nachfragemacht bedeute.