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Verhandlungen sind gescheitert

General Motors und Reynolds können sich nicht über Web-Kooperation einigen

01.12.2000
MÜNCHEN (CW) - Eine im Frühjahr zwischen General Motors (GM) und dem Softwarehaus The Reynolds and Reynolds Co. vereinbarte Absichtserklärung, Web-basierte Technologien für ein auftragsorientiertes Produktionssystem zu entwickeln, ist von den beiden Parteien jetzt zu Grabe getragen worden.

Die Firmen wollten gemeinsam Web-Technologien entwickeln, mit denen es möglich gewesen wäre, über das Internet ein auftragsorientiertes Bestellwesen aufzuziehen und so die Möglichkeit zu eröffnen, Massenfertigung zu verknüpfen mit der Option, dezidierte Kundenwünsche beim B-to-C-Orderprozess zu verwirklichen.

In der Vereinbarung wurde festgelegt, dass GM einen zehn Prozent großen Anteil an Reynolds erwerben sollte. Die Softwerker würden im Gegenzug als exklusiver Lieferant von E-Business-Technologien für die rund 8000 nordamerikanischen Händler des Automobilkonzerns auftreten. Außerdem sollte Reynolds als "bevorzugter" Lieferant von Einzelhandels-Management-Systemen für die GM-Handelspartner fungieren.

Offensichtlich hängt das Scheitern der Verhandlungen unter anderem auch mit den unterschiedlichen Vorstellungen zusammen, die beide Firmen bezüglich des Begriffs "bevorzugter Lieferant von Software" haben. Ein Reynolds-Sprecher sagte, man habe im Laufe der vergangenen sechsmonatigen Verhandlungen nie in Erfahrung bringen können, in welcher Weise sich diese "bevorzugte" Stellung für sein Unternehmen rechne und ob dafür eine zehnprozentige Beteiligung von GM an Reynolds eine adäquate Gegenleistung darstelle.

Eine GM-Sprecherin hielt dagegen, Reynolds habe versucht, die in der Absichtserklärung niedergelegten Vorstellungen zu seinem Vorteil auszudehnen. Die verantwortlichen GM-Manager hätten in den neuen Vorstellungen des Verhandlungspartners nicht mehr den zusätzlichen Wert für den Autokonzern und dessen Händler erkennen können. GM werde jetzt nach anderen Optionen Ausschau halten, um seine Händler mit E-Business-Technologien zu versorgen.