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10.06.1977

Generelle Verwendung von Kennsätzen bei Magnetbändern

Es zeigt sich heute ein eindeutiger Trend dahingehend, daß mehr und mehr auch bei Magnetbändern Kennsätze verwendet werden. Eine Reihe von Gründen ist hierfür maßgebend:

1. Es ist ein ständig steigendes Sicherheitsbedürfnis beim EDV-Anwender festzustellen.

2. Zunehmend werden automatische Bandverwaltungssysteme verwendet. Diese basieren jedoch zwingend auf der generellen Verwendung von Kennsätzen.

3. Das Datenschutzgesetz fordert eine Übersicht aller personenbezogenen Daten. Durch die generelle Verwendung von Kennsätzen bei Bändern wird eine derartige Übersicht leichter erstellbar.

4. Die Verwaltung freier Bänder ist einfacher möglich, wenn Kennsätze generell verwendet werden.

5. Ein Auslagerungsarchiv läßt sich besser durch Kennsätze unterstützen.

6. Eine Datei-Programm-Cross-Reference kann durch Verwendung von Kennsätzen maschinell erstellt werden (außer bei Multi-Volume-Files).

7. Nur durch Kennsätze können Prüfungen durch das EDV-System dahingehend vorgenommen werden, ob der richtige Bestand eingelesen oder ausgegeben wird.

8. In zunehmendem Umfang wird nicht nur überprüft, ob der richtige Bestand verarbeitet wird, sondern es wird ebenso überprüft, ob die richtige Generation des jeweiligen Bestandes eingelesen wird.

9. Nur durch die Verwendung von Kennsätzen kann vermieden werden, daß versehentlich Originalbestände überschrieben werden. Die herkömmlichen Sicherungen wie Schreibringentfernung bzw. separate Kennzeichnung bieten keine vollständige Sicherheit.

10. Ein stark steigendes EDV-Volumen läßt sich manuell kaum bewältigen. Es müssen maschinelle Hilfen benutzt werden.

Überprüfungsaktion für die Einführung von Kennsätzen

Man sollte die vorstehenden 10 Punkte auf ihren sachlichen Gehalt hin prüfen. Nicht alle Gründe sind bei jedem Anwender gegeben. Im Anschluß daran sollten die nachstehenden Klassen von Bändern dahingehend überprüft werden, ob bei ihnen die Anwendung von Kennsätzen sinnvoll oder zwingend notwendig oder kaum realisierbar ist. Folgende Klassen sollten überprüft werden:

Bandklassen, die überprüft werden sollten:

1. Stammbänder (ausnahmslos mit Kennsätzen versehen).

2. Bewegungsbänder (nach Möglichkeit vollständig mit Kennsätzen versehen)

3. Langfristig gesperrte Bänder mit Schutzfristen von einem Jahr und mehr (unbedingt mit Kennsätzen)

4. Eingabebänder aus Datensammelsystemen (nach Möglichkeit mit Kennsätzen)

5. Eingabebänder aus Kleincomputern (nach Möglichkeit mit Kennsätzen)

6. Eingabebänder aus Poolern (nach Möglichkeit mit Kennsätzen)

7. Eingabebänder im Datenträgeraustausch (unbedingt mit Kennsätzen, wenn irgendwie realisierbar)

8. Ausgabebänder im Datenträgeraustausch (unbedingt, wenn irgendwie realisierbar)

9. Testbänder der Programmierung (Kennsätze können nicht schaden)

10. Workbänder (kaum noch vorhanden, meist ohne Kennsätze)

11. Installationsbänder des Betriebssystems (unterschiedlich je Hersteller, keine Einflußmöglichkeit des Benutzers)

12. Bänder des EDV-Herstellers des technischen Dienstes (unterschiedlich je Hersteller, ohne Einflußmöglichkeit des Benutzers)

13. Installationsbänder für Software-Produkte (Risiko des Softwarehauses, wenn keine Kennsätze gegeben sind)

14. Spoolbänder für Druckausgaben (Kennsätze sind durchaus sinnvoll, da Druckoutput durchaus einige Tage aufgehoben werden kann)

15. Ausgabebänder für Plotter (abhängig vom Gerätetyp)

16. Ausgabebänder für Datenfernübertragung offline (hier muß eine genaue Klärung der technischen Möglichkeiten erfolgen)

Es wird also bei fast allen Klassen von Bändern gelingen, Kennsätze zu verwenden. Dabei sollte man sich auf die Benutzung von Standardkennsätzen beschränken. Benutzer-Kennsätze haben heute ihre Bedeutung verloren.