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27.10.1989

Genios trennt sich vom IBM-Rechenzentrum

MÜNCHEN (CW) - Die zur Handelsblatt-Gruppe gehörenden Genios-Wirtschafts-datenbanken wollen ihr Leistungsangebot weiter ausbauen. Man werde sich deshalb vom Hamburger IBM-Rechenzentrum trennen und auf das Timesharingnetz von General Electric Information Services und auf GE-Rechner als neue Hosts übergehen, kündigte der Geschäftsführer der Handelsblatt GmbH, Klaus Dolainsky an.

Reinhold Gokl, Bereichsleiter Genios Wirtschaftsdatenbanken, begründete diesen Schritt mit einer notwendig gewordenen Software-Umstellung. Die IBM-Datenbank-Software "Stairs" genüge den heutigen Anforderungen einer modernen Datenbank nicht mehr. Deshalb habe man sich für das von der Gesellschaft für Prozeßsteuerung und Informationssysteme (PSI) vertriebene Volltext Retrievalsystem "Trip" entschieden, das einen größeren Leistungsumfang aufweise und weniger erklärungsbedürftig sei. Die Software läuft auf allen VAX-Rechnern.

Die Recherche wird über ein VAX-Cluster abgewickelt. Verwaltungsaufgaben und zum Teil Direktabfragen laufen weiter auf einem IBM-Mainframe im Kölner Rechenzentrum der General Electric Information Services.

Damit wird es auch möglich, den Genios-Kunden den gesamten

Kommunikationsservice von General Electric anzubieten. Der Anwender hat dann automatisch auch weltweiten Zugriff auf Electronic Mail, Telex, Telefax, Btx und den französischen Minitel-Dienst.

Mit dem Zugriff über das Mark-III-Netz von GE steht die für DBs wichtige Grafikübertragung zur Verfügung. "Zusammengefaßte Informationen in Form von Charts werden immer stärker genutzt", so Gokl.

Die Weiterentwicklung von Genios wird zum Teil zur nächsten CeBIT und vollständig zur Frankfurter Infobase abgeschlossen sein.

Die Kosten für die Umstellung liegen laut Gokl unter einer Million Mark. "Viele der Tools und Programme, die wir benötigen, sind ja bereits vorhanden." Bis Mai I990 sollen die Zentren in Hamburg und Köln parallel arbeiten. Danach wird Köln die ganze Arbeit übernehmen.

Inhaltlich soll Genios um Zahlenwerke und Tabellen aus den Publikationen der Handelsblatt-Gruppe ergänzt werden. Wirtschaftlich relevante Technikinformationen will man dem Kunden durch die Aufnahme der VDI-Nachrichten und des Magazins "High Tech" zur Verfügung stellen.