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05.01.2001 - 

Fiducia und RWG wollen fusionieren

Genossenschaftsbanken bündeln ihre IT-Kräfte

MÜNCHEN (as) - Die genossenschaftlichen Rechenzentren Fiducia Informationszentrale AG, Karlsruhe, und RWG GmbH Datenverarbeitungsgesellschaft, Stuttgart, wollen ihre Aktivitäten unter einem Dach zusammenführen. Kunden sollen so ein umfassenderes und abgestimmtes Portfolio an Dienstleistungen erhalten.

Laut einer Absichtserklärung der Aufsichtsgremien und der Geschäftsführungen beider Dienstleister soll das neue Unternehmen zur Jahresmitte aus der Taufe gehoben werden und unter Fiducia AG Karlsruhe/Stuttgart firmieren. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung der Fiducia AG und der Gesellschafterversammlung der RWG entstünde ein Dienstleister, der unter anderem 670 Volksbanken und Raiffeisenbanken mit einer Bilanzsumme von mehr als 400 Milliarden Mark betreuen würde.

Im Geschäftsjahr 2000 erzielten beide Rechenzentren zusammen einen Umsatz von einer Milliarde Mark und beschäftigten 2400 Mitarbeiter.

Bereits vor der Ankündigung hatte die für die württembergischen Genossenschaftsbanken zuständige RWG mit der Karlsruher Fiducia, dem größten deutschen IT-Dienstleister für Genossenschaftsbanken, kooperiert. So entstand Anfang Dezember 2000 im Point-of-Sales-(POS-)Händlergeschäft das gemeinsame Beteiligungsunternehmen Fiducia Cash GmbH, Elektronische Zahlungssysteme, Karlsruhe. Die Betreuung aller SAP-Systeme sowie die Kunden aus dem Bereich Winzergenossenschaften und Vereine übernahm die Orga Gesellschaft für automatische Datenverarbeitung mbH, Karlsruhe, an der beide Unternehmen beteiligt sind. Die von Fiducia und RWG gegründete Per@s Personalwirtschaft Administrations Service GmbH, Stuttgart, fasst schließlich die Geschäftsaktivitäten im Bereich Personalwirtschaftsdienstleistungen zusammen.

Schrittweise Anpassung der ITMit der Fusion wollen beide Rechenzentren nun ihre Bankenanwendungen noch umfassender aufeinander abstimmen und das gemeinsame Unternehmen als einen IT-Vollsortimenter positionieren. Das Angebot soll aufgrund von Kundenwünschen auf die Entwicklung und Bereitstellung von segmentspezifischen und individuell gestaltbaren Services ausgerichtet werden. Interne Planungen zählen hierzu die Unterstützung des Multikanal-Vertriebs für Finanzdienstleistungsprodukte durch kundenspezifische Anwendungen, das End-to-End-Management und IT-Full Services für die IT-Infrastruktur der Bankinstitute, ferner Lösungen für E-Business- und E-Banking sowie Intra- und Internet-Services (vom Hosting über das Content-Management bis zur Gestaltung von Portalen).

Laut RWG-Sprecher Matthias Gärtner evaluiere man derzeit, wie sich im Einzelnen die stark durch Individualanwendungen geprägten IT-Landschaften zu einer einheitlichen technischen Plattform zusammenführen lassen. Themenschwerpunkte seien dabei unter anderem der Schwenk von der Eigenentwicklung hin zu Standardsoftware, die Ablösung der OS/2-basierten Rechner in den Banken sowie neue Dienstleistungsangebote wie Application-Service-Providing (ASP). Die Umsetzung soll zudem in Abstimmung mit den Wünschen und Vorgaben der übrigen drei deutschen Genossenschaftsrechenzentren GAD, GRZ und RBG erfolgen, die sich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der genossenschaftlichen Rechenzentren (AGR) regelmäßig austauschen.