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24.03.1995

Gerade vereint, wieder zerstreut Oracle verkauft seine komplexe CDE-Familie in drei Buendeln

MUENCHEN (CW) - Die Oracle-Tools-Familie Cooperative Environment (CDE) 2.0 ist in der Hauptsache zwei Vorwuerfen ausgesetzt: zu kompliziert und zu teuer. Nun vereinfacht das in Redwood Shores, Kalifornien, beheimatete Unternehmen zumindest seine Verkaufsstrategie.

Zunaechst sollen die Tools in drei Buendeln vermarktet werden. Zu "Developer/2000" zaehlen neben weiteren Entwicklungs-Tools der Maskengenerator "Forms", der Berichtgenerator "Reports" sowie der Programm-Editor "Procedure Builder". Zum "Designer/2000" gehoeren die CASE-Tools wie ein Modellierungs- und Designwerkzeug.

Neben einem Werkzeugkasten zur Analyse von Geschaeftsprozessen und einem Entwicklungssystem soll es eine dritte Tools-Koppelung geben, und den Endanwender anspricht. "Data Access" besteht aus einem Browser, den Schnittstellen "Oracle Glue" sowie "Data Query". Wie Stefan Sonntag von der Oracle Deutschland GmbH, Muenchen, erlaeutert, ist die Buendelung als erster Schritt auf dem Weg zu einer staerkeren Integration und zur Zusammenstellung von kompletten Suites zu interpretieren. Dabei gibt es die CDE-Familie erst ab September 1993; die Version 2.0 steht seit Februar 1995 zur Verfuegung.

Bereits in zwei Wochen sollen die neuen Toolsets in den USA fuer Windows 3.1 auf den Markt gelangen; ab Sommer ist die Auslieferung der Versionen fuer Unix-Motif, Macintosh und zeichenorientierte Systeme geplant.

Wie die CW-Schwesterpublikation "Info World" von unternehmensnahen Kreisen erfahren haben will, wird der Preis pro Bundle bei etwa 4000 Dollar liegen. Ueber Verfuegbarkeit und Preis in der Bundesrepublik wollte die deutsche Oracle-Niederlassung keine Angaben machen.

Ausserdem beabsichtigt Oracle, keine Runtime-Gebuehren mehr fuer Windows-Applikationen zu erheben, die mit den Tools erstellt wurden. Insbesondere diese Massnahme zielt darauf ab, Powerbuilder- Anwender, die eine Oracle-Datenbank einsetzen, abzuwerben, gab Zack Nelson, Oracles Vice-President of Worldwide Marketing, zu verstehen. Immerhin schreiben laut Powersoft rund 30 Prozent der Powerbuilder-Anwender Applikationen fuer eine Oracle-Datenbasis.