Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.09.1998 - 

Analyst rät vom Kauf ab

Gerangel um den neuen digitalen LCD-Standard

Die bisherige Lösung basiert auf Kathodenstrahlmonitoren, die nur mit analogen Signalen angesteuert werden können, um viele Farbschattierungen darstellen zu können. Aus diesem Grund wandeln alle bisherigen Grafikkarten die digitalen Signale des Rechners in analoge um, bevor diese an den Monitor geleitet werden. LC-Displays können aber nur digitale Signale verarbeiten. Deswegen verfügen sie über Wandler, die die analogen Signale wieder in digitale umwandeln.

Neben dem recht hohen Preis solcher Wandler sprechen aber auch Qualitätsgründe gegen diese Lösung. Jede Transformierung beinhaltet nämlich eine Fehlerquelle. In den digitalen LCDs fehlt ein solcher Konverter, weswegen sie nun aber auch digital angesteuert werden müssen.

Zwei Fraktionen haben sich im Standardisierungsgerangel herausgebildet. Auf der einen Seite stehen Unternehmen wie Compaq, ATI und Silicon Image. Auf der anderen finden sich Namen wie Texas Instruments (TI) und National Semiconductors. Einigkeit herrscht nur in der Einschätzung über die Notwendigkeit eines digitalen Interfaces, das Rechner und Monitor miteinander verbindet. Bei der Technik des Grafikchips, der diese Aufgabe übernimmt, gehen die Ansichten in der Industrie allerdings auseinander. TI und Verbündete setzen hierbei auf das sogenannte Low-Voltage-Differential-Signaling-(LVDS-)Verfahren. Die anderen Unternehmen, die sich zu einer offenen Arbeitsgruppe unter dem Namen Digital Flat Panel Group (DFPG) zusammengeschlossen haben, favorisieren das Transition Minimized Differential Signaling (TMDS). Die Video Electronics Standard Association (VESA) hat der TMDS-Technik den Vorzug gegeben. Hinsichtlich eines Steckers gehen die Ansichten allerdings auch zwischen VESA und DFPG noch auseinander. Analysten wie Ed Buckingham von der International Data Corp. im kalifornischen Mountain View raten wegen der noch mangelhaften industrieweiten Standardisierung zur Zeit vom Kauf digitaler Flat-Panel-Monitore ab. Zwar solle der Anwender den Markt für solche Geräte aufmerksam beobachten, aber im Moment besser noch auf die herkömmlichen Modelle mit Analog-Digital-Konverter setzen.