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05.11.1976

Gerd Grobbink, vormals Geschäftsführer der deutschen Singer Computer GmbH und hat der Integration der Singer Business Machines in den englischen Computer-Konzern International Computer Limited (ICL) Geschäftsführer der ICL Deutschland GmbH - schon das ein

Gerd Grobbink, vormals Geschäftsführer der deutschen Singer Computer GmbH und hat der Integration der Singer Business Machines in den englischen Computer-Konzern International Computer Limited (ICL) Geschäftsführer der ICL Deutschland GmbH - schon das ein kleines Kunststück - bewies in der schwierigen Zusammenführungsphase (Grobbink: "Als meine Leute noch nicht so recht wußten, wie es weitergehen soll") Gespür für richtige Motivation: "Um zu verhindern, daß die guten Singer-Leute wegliefen, habe ich sie mit längerfristigen Verträgen gebunden." Erfolg: Grobbink brachte mit 374 Mitarbeitern nahezu die komplette "Alt-Mannschaft" in die ICL-Organisation ein. Über die Entscheidung für den Singer-Rückzug aus dem Computer-Business waren am Jahresende 1976 404 Mitarbeiter "betroffen".

Theo Loevenich, bislang Gebietsverkaufsleiter bei Hazeltine, übernahm bei der Tally GmbH die Verantwortung für die Förderung des Terminalgeschäftes.

Gesamtprokura erhielt Horst-Werner Oel von der Rechenzentrum Dokumenta GmbH, Hamburg/Bremen.

Helmut Säger (42) übernahm die Vertriebsleitung der deutschen Systor GmbH Gesellschaft für elektronische Datenverarbeitung, Stuttgart-Echterdingen. Säger kommt von GTE Information-Systems - dort war er als Vertriebsleiter der Geschäftsstelle Bad Homburg tätig. Mitentscheidend für den Wechsel waren die Entwicklungsmöglichkeiten spezieller Anwender-Software und gute Marktchancen für die Systor-Software (Filepac, Centauri, Dbload etc.).

Walter Fredl, seit Anfang Oktober Geschäftsstellenleiter der Prime Computer GmbH, Wiesbaden, wird bei Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in München am 1. Dezember bereits mit der Ausgangsbasis von drei installierten Prime-Rechnern in München arbeiten können. Hans-Dirk Paulsen, ab 1. Januar 1977 neuer Repräsentant der Hamburger Geschäftsstelle geht mit einem dickeren Polster - aber auch größeren Ambitionen in das neue Jahr: Allein in Hamburg stehen Prime-Anlagen im Werte von einer Million Mark.

"Der Tag wird kommen, an dem Anwendungsprogrammierer nicht mehr gebraucht werden . . . zumindest nicht zum Codieren spezieller Jobs oder Probleme, wie es zur Zeit üblich ist. Statt dessen werden diese Computer-Spezialisten als eine Art 'natürliches Interface' für die Kommunikation zwischen dem Rechner und dem eigentlichen Benutzer verantwortlich sein." So sieht Frederick B. Thompson die Zukunft der Anwendungsprogrammierer. Thompson, Professor für angewandte Wissenschaften und Philosophie am California Institute of Technology sprach jüngst auf einer Konferenz in Washington zu diesem Thema: "Dieses natürliche Interface", fuhr Thompson fort, "soll dem Benutzer, vorrangig abhängig von Sprache und Schrift, das Schreiben von eigenen Anwendungsprogrammen ermöglichen."

"Eine zweite Verantwortung, die Anwendungsprogrammierer werden übernehmen müssen, ist die Organisation der Daten und die Relation der die Daten manipulierenden Algorithmen zueinander", äußerte Thompson. "Zudem wird der Anwendungsprogrammierer für die Organisation von Hilfsmitteln verantwortlich sein, die der Anwender zum Beschreiben seiner Jobs und der Ausführung derselben benötigt."

Basis der Thompsonschen Zukunftsvision ist die Überzeugung, daß Englisch und andere "natürliche Sprachen" (im Gegensatz zu Programmiersprachen) geeignete Mittel seien, um eine Kommunikation mit den Rechnersystemen seitens Benutzer und Programmierer zu ermöglichen. "Sicher gibt es bereits Programmiersysteme, die auf dem Englischen basieren und, soweit es geht, den Gebrauch der natürlichen Sprache mit einbeziehen.

Jedoch geschieht das nur auf Gebieten, bei denen die Thematik eingeschränkt ist", ergänzte Thompson.

Doch der Philosoph und Wissenschaftler beharrte auf der Meinung, daß der Gebrauch der englischen Sprache für die Mehrzahl von Anwendungen möglich sei. Voraussetzung sei jedoch die getrennte Programmierung der Substantive - getrennt von den kleinen Worten wie "a", "an", und "the" und von syntaktischen Mechanismen wie sie zum Beispiel die Pronomen eines Satzes darstellen. Thompson sieht für die Zukunft eine Veränderung der Programmierung in Richtung Sprache und Schrift hin und weg von anwendungsspezifischen Programmierungen, aufgesplittert in Teile. Er glaube nicht den Versprechungen von sogenannten "Hardware-Typen", die Unterteilungen als nicht notwendig bezeichnen, wenn die Fortschritte bezüglich Speichergröße und Zugriffszeit - jeweils bestimmt durch die Größe - genutzt werden würden, Thompson sieht auch voraus, daß einige Funktionen durch Mikroprozessoren als Teil der Hardware durchgeführt werden könnten.

Die Definition dessen, was Software, Firmware oder Hardware ist, wird sich nach Meinung Thompsons im Laufe der Zeit, bezogen auf ein und dasselbe Programm, ändern, und zwar unter dem Gesichtspunkt, daß ein Mehr an Software in Hardware realisiert wird.