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29.01.1999 - 

Geringeres Wachstum im Server-Markt 1998

Geringeres Wachstum im Server-Markt 1998 Sun, Dell und Amdahl gewinnen Anteile

MÜNCHEN (IDG) - Durch die Asien-Krise fiel das weltweite Umsatzwachstum im Server-Markt 1998 geringer aus als erwartet. Dennoch konnten einige Anbieter ihre Position verbessern und gegenüber der Konkurrenz Boden gut machen.

Den aktuellen Marktauswertungen der International Data Corp. (IDC) zufolge stagnierten 1998 die Umsätze im globalen Server- Markt. Während einige Hersteller Verluste hinnehmen mußten, konnten andere deutliche Gewinnzuwächse verbuchen und ihre Marktanteile weiter vergrößern.

Der Gesamtumsatz des High-end-Server-Markts (siehe Grafik) ist 1998 um 8,3 Prozent zurückgegangen. Die Kategorie der High-end- Server bezieht sich nach IDC-Maßgaben auf alle Server-Systeme, die teurer als eine Million Dollar sind. Die größten Verlierer in diesem Segment sind die asiatischen Hersteller NEC (- 38 Prozent), Fujitsu (- 43 Prozent) und Hitachi (- 7 Prozent). IBM konnte zulegen und bleibt mit einem Umsatz von sechs Milliarden Dollar klarer Marktführer in diesem Segment. Die Vorstellung der neuen Millennium-700-Großrechner bescherte Amdahl einen kräftigen Aufschwung. Das Unternehmen gewann Marktanteile zurück und wuchs um 4,4 Prozent. Den größten Zuwachs hat Sun mit 108 Prozent Umsatzsteigerung erreicht. Das Unternehmen konnte im High-end- Geschäft 907 Millionen Dollar verbuchen.

Laut IDC haben die Midrange-Server mit fünf Prozent ein höheres Umsatzwachstum 1998 erzielt als im Vorjahr. In dieses Segment stuft das Marktforschungsinstitut alle Server ein, die zwischen 100000 und einer Million Dollar kosten. Nach wie vor wird dieser Markt mit 67 Prozent Anteilen von den Risc-Unix-Systemen angeführt. Die Nummer eins der Midrange-Server-Hersteller bleibt IBM. Rund ein Viertel des Marktes gehört Big Blue, das damit einen Umsatz von 4,9 Milliarden Dollar erwirtschaften konnte. Kurz dahinter positioniert sich Hewlett-Packard, das immerhin 4,1 Milliarden Dollar einnahm. Grund hierfür ist laut IDC auch das Engagement im R/3-Umfeld, das HP 1998 alleine 5000 Midrange- Installationen einbrachte. Auch in dieser Kategorie gewinnt Sun Anteile und kann sich nun 13 Prozent des Midrange-Kuchens abschneiden. Siemens mußte drei Prozent abgeben und besitzt laut IDC nun nur noch einen Marktanteil von vier Prozent. Compaq konnte dank guter Verkäufe von Alpha-Servern vier Prozent dieses Marktes besetzen.

Der Anbieter im Entry-Level-Server-Markt (Server unter 100000 Dollar) mußte im vergangenen Jahr einen globalen Umsatzrückgang von zwei Prozent hinnehmen. Zu den Gewinnern in diesem Segment zählen Dell und Sun. Der PC-Direktanbieter konnte um 76 Prozent zulegen und hält nun sieben Prozent Anteile am Markt. Die Solaris- Company vermarktete die neuen Server "UE 450" und "10S" erfolgreich und legte 16 Prozent an Umsatz zu.

1999 erwartet IDC bessere Zuwächse. Vor allem der PC-Server-Markt könnte dank der Verfügbarkeit des Xeon-Prozessors erheblich wachsen.