Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Zwei Produktionsstätten vorübergehend geschlossen

Gerüchte an der Wallstreet sprechen von 10000 Entlassungen bei Intel

10.07.1998

Diese Maßnahmen seien Teil des Abbaus von 3000 Arbeitsplätzen, den Intel im April bekanntgegeben hatte. Ob die Belegschaftsreduzierung allerdings ausreicht, Intels Probleme zu lösen, bleibt dahingestellt. Das "Wall Street Journal" beruft sich auf nicht näher bezeichnete Börsenkreise, die hinter vorgehaltener Hand Gerüchte streuen, Intel wolle insgesamt 10000 Mitarbeiter von der Gehaltsliste streichen.

Intel-Sprecher Bill MacKenzie erklärte die temporäre Werksschließung als Reflex auf die momentane Marktsituation. Was er damit meint, drücken dürre Zahlen aus, die die Semiconductor Industry Association (SIA) veröffentlichte. Danach sank im Mai 1998 der weltweite Umsatz mit Halbleiterprodukten um 13 Prozent auf 9,99 Milliarden Dollar.

Bei Intel macht sich zudem der starke Konkurrenzdruck von Firmen bemerkbar, die das PC-Segment für sehr preisgünstige Rechner bedienen. Hier agieren nicht nur die über die Jahre bekannten Wettbewerber Advanced Micro Devices Inc. (AMD) und Cyrix Corp., eine mittlerweile hundertprozentige Natsemi-Tochter. Auch die Integrated Device Technology Inc. (IDT) mit ihren von IBM produzierten "Winchip"-Prozessoren und jüngst die kalifornische Rise Technology Company mit dem "mP6"-Chip wollen Intel im Segment der PCs für unter 1000 Dollar das Wasser abgraben. In den USA waren vergangene Woche mit IDT-Chips bestückte PCs für 500 Dollar im Handumdrehen ausverkauft.

Der Prozessor-Marktführer reagiert auf den ungewohnten Wettbewerb mit drastischen Preissenkungen von zuletzt bis zu 32 Prozent für bestimmte CPUs.

Für Intel sind das alles alarmierende Zeichen, die sich in der Buchführung unangenehm bemerkbar machen: Im ersten Vierteljahr 1998 sank der Firmenumsatz von 6,5 Milliarden Dollar für das letzte Quartal 1997 auf sechs Milliarden Dollar, mithin um 7,7 Prozent. Der Gewinn schrumpfte im gleichen Zeitraum von 1,74 auf 1,27 Milliarden Dollar. Auch die Aktie des Chipmoguls hat schon wesentlich bessere Zeiten erlebt: Seit dem Jahres-Höchststand von 102 Dollar am 6. August 1997 fiel der Intel-Kurs, abgesehen von einem Zwischenhoch im Februar 1998, bis auf 65,66 Dollar am 3. Juni 1998 - eine Wertminderung von satten 35 Prozent.