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10.11.2008

Gesamtmetall deutet Zugeständnisse im Tarifkonflikt an - HB

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber ihre Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen angedeutet. "Wir werden uns nach Kräften bemühen, am Dienstag zu einer Einigung zu kommen", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Beide Seiten, die IG Metall genauso wie wir, werden sich jetzt aufeinander zu bewegen", sagte er vor den nächsten Verhandlungen für die bundesweit 3,6 Millionen Metaller am Dienstag in Baden-Württemberg.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber ihre Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen angedeutet. "Wir werden uns nach Kräften bemühen, am Dienstag zu einer Einigung zu kommen", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Beide Seiten, die IG Metall genauso wie wir, werden sich jetzt aufeinander zu bewegen", sagte er vor den nächsten Verhandlungen für die bundesweit 3,6 Millionen Metaller am Dienstag in Baden-Württemberg.

Den jüngsten Vorschlag der IG Metall für einen Tarifabschluss mit längerer Laufzeit bewertete Kannegiesser positiv. "Das ist in jedem Fall ein konstruktives Signal", sagte der Gesamtmetall-Chef. Es zeige, "dass auch die IG Metall bereit ist, aktiv Lösungen zu suchen und dazu eigene Ideen einbringt".

IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte sich zuvor bereit gezeigt, einen Tarifvertrag für bis zu 20 Monate abzuschließen. Ursprünglich hatte die IG Metall eine Lohnerhöhung von 8% bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Die Arbeitgeber hatten Ende Oktober Lohnerhöhungen im Volumen von 2,9% bei einer Laufzeit von 14 Monaten angeboten. Diese sollten sich auf eine dauerhafte Tariferhöhung von 2,1% zum 1. Januar 2009 sowie Einmalzahlungen von 0,8% eines Jahreseinkommens für November und Dezember 2008 aufteilen.

Wenig Verständnis zeigte Kannegiesser allerdings für die massive Drohung der IG Metall, im Fall eines Scheiterns einen unbefristeten Arbeitskampf einzuleiten. "Drohen und Einschüchtern hilft nie, es führt auf beiden Seiten des Verhandlungstischs leicht zu Verhärtungen", warnte er. "Genauso wie ein intelligenter Kompromiss unser Tarifsystem stärken würde, kann ihm ein Streik großen Schaden zufügen." Die IG Metall hatte bereits angekündigt, im Fall eines Scheiterns der bevorstehenden Verhandlungen bereits an diesem Mittwoch die Urabstimmung über einen unbefristeten Arbeitskampf zu beschließen.

Webseite: http://www.handelsblatt.com http://www.gesamtmetall.de http://www.igmetall.de DJG/kth

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