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27.10.2000 - 

SAP legt für drittes Quartal solide Zahlen vor

Geschäft mit Mysap.com nimmt langsam Fahrt auf

MÜNCHEN (CW) - Die SAP AG hat 61 Prozent ihrer Lizenzeinnahmen mit der Internet-Plattform "Mysap.com" erzielt. Obwohl die Walldorfer ihren Gewinn im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr verdoppeln konnten, ist das Ergebnis über die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres rückläufig.

Das dritte Quartal des vergangenen Jahres war für den größten deutschen Softwarehersteller schlecht gelaufen. Eine gute Voraussetzung also, jetzt mit hohen Zuwachsraten zu glänzen. Und tatsächlich konnte SAP seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro steigern. Davon entfielen 480 Millionen Euro auf Softwareerlöse, was einer Zunahme von 53 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis vor Steuern und ohne die Kosten für das Mitarbeiterprogramm Star steigerte sich um 89 Prozent auf 202 Millionen Euro. Unter dem Strich verdoppelte sich der Gewinn im Vergleich zum dritten Quartal 1999 auf 88 Millionen Euro.

Dass diese von vielen Beobachtern als "solide" bezeichneten Zahlen bei den Börsianern wenig Begeisterung auslösten, hat mehrere Gründe: Das Umsatzwachstum wurde den Erwartungen der Analysten weitgehend gerecht, beim Gewinn blieb SAP - vor allem wegen der hohen Kosten für Star - jedoch hinter den Schätzungen zurück. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sank der Gewinn um neun Prozent auf 260 Millionen Euro. Auch die Verteilung der Einnahmen gab Anlass zur Kritik: Während der Umsatz mit 66 Prozent in der Region Asien-Pazifik am stärksten wuchs und in Europa, Afrika und im Nahen Osten immerhin 26 Prozent betrug, konnte in den USA lediglich ein Plus von 17 Prozent erzielt werden. Damit entfielen, ähnlich wie in den vorangegangenen Quartalen, rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes auf den amerikanichen Markt. Angesichts des schwachen Euros hatten hier einige Analysten mit höheren Zuwächsen gerechnet.

Legt man jedoch den in den USA erzielten Umsatz aus Lizenzverkäufen zugrunde, ergibt sich eine Steigerung um 47 Prozent. Marktforscher schätzen, dass der Zuwachs nach Berücksichtigung der Währungseffekte bei 25 Prozent liegt. Außerdem scheint es SAP gelungen zu sein, die Mitarbeiterprobleme dort in den Griff zu bekommen. Die Fluktuation sank von vorher 20 auf vergleichsweise übliche 15 Prozent. Weltweit hat das Unternehmen nun knapp 23800 Mitarbeiter, 13 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Fortschritte machten die Walldorfer bei der Kontrolle der Kosten. Sie waren im dritten Quartal im Vorjahresvergleich zwar um 20 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen, nahmen jedoch zum ersten Mal im laufenden Jahr weniger stark zu als die Umsätze. Vorstandssprecher Henning Kagermann wollte sich nicht auf eine Gewinnprognose für das letzte Quartal des laufenden Geschäftsjahres festlegen, erwartet aber "gegenüber dem extrem starken vierten Quartal 1999 ein solides Umsatzwachstum".