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Geschaeftsbereiche werden konsolidiert Bremer Softwarehaus Vulkan hat Sanierungsphase abgeschlossen

24.11.1995

BREMEN (CW) - Die Aktivitaeten der Software- und Beratungshaeuser Atlas Datensysteme GmbH, Essen, GfP Gesellschaft fuer Projektmanagement mbH, Hamburg, und PS Systemtechnik GmbH, Bremen, werden zum Januar naechsten Jahres in der bisherigen Holding Vulkan Software und Systeme GmbH (VSS) verschmolzen. Das Tochterunternehmen der Bremer Vulkan Verbund AG hat seine Sanierungsphase beendet und seine 16 Geschaeftsfelder auf acht reduziert.

Noch im letzten Jahr beschaeftigten die Firmen insgesamt 360 Mitarbeiter, die einen Umsatz von 67,5 Millionen Mark erwirtschafteten. In diesem Jahr werden 240 Beschaeftigte fuer Einnahmen von 50 Millionen Mark sorgen. "Wir haben saniert und gehen jetzt in die Konsolidierungsphase", erlaeutert Erhard Knopp, VSS-Geschaeftsfuehrer fuer Verwaltung und Finanzen.

Die Sanierung hatte es in sich: Die Softwerker verkauften ihre Anteile an der Eigner und Partner GmbH, Karlsruhe, deren Mitarbeit nach Ausfuehrungen von Professor Michael Lawo, dem zweiten VSS- Geschaeftsfuehrer, in erster Linie fuer die Weiterentwicklung des strategischen Produktes "4PM" benoetigt worden war. Dabei handelt es sich um ein Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS- System) fuer mittelstaendische Einzel-, Auftrags- und Variantenfertiger.

Die 4PM-Software ist die Achse, um die sich das Geschaeft der VSS kuenftig drehen soll. Durch den Zukauf der Rechnungswesen-Software "V3" von der Steeb GmbH, Gevelsberg, hatte VSS das Produkt zu einer Gesamtloesung ausgebaut.

Konzentration auf das Kerngeschaeft heisst jetzt die Devise, der unter anderem auch die Krankenhaussysteme der Atlas Datensysteme zum Opfer fielen. Sie wurden an das US-Unternehmen Shared Medical Systems verkauft. Dagegen erwarb die VSS die 75-Prozent-Mehrheit an der Hamburger GfP Gesellschaft fuer Projektmanagement - ueber eine hunderprozentige Uebernahme wird derzeit noch verhandelt.

Die VSS exisitiert zur Zeit noch als Holding, doch zum 1. Januar 1996 wird sie auch die operativen Geschaefte der anderen Gesellschaften uebernehmen. Diese bleiben jedoch aus arbeitsrechtlichen Gruenden vorerst bestehen. Die VSS wird nach Angaben von Lawo in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben - und zwar ohne "ein Subventionsgeschwuer von Vulkan" zu sein. Maximal fuenf Prozent des Umsatzes wuerden derzeit im Geschaeft mit der Muttergesellschaft erwirtschaftet.

In Zukunft wird sich die Gesellschaft neben der Vermarktung ihrer Software um die Geschaeftsfelder Projekt-Management, DV-Beratung und -Entwicklung, Personal- und Zeitwirtschaft, Logistik, Workflow-Management, Systemintegration sowie ingenieurtechnische Anwendungsentwicklung kuemmern. Ein weiteres Geschaeftsfeld ist die SAP-Beratung, die von der Hamburger GfP wie bisher weitergefuehrt wird.