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02.08.2002 - 

Vorgehen gegen Content-Piraterie im Web

Gesetzentwurf erlaubt das Stören von Tauschbörsen

MÜNCHEN (CW) - Sollte ein vor dem US-Kongress eingebrachter Vorschlag Gesetz werden, können Medienhäuser und Musikkonzerne künftig legal mit technischen Mitteln gegen Tauschbörsen vorgehen.

Zu den möglichen Mechanismen, um die Übertragung geschützter Werke über Peer-to-Peer-Tauschnetze zu unterbinden, zählt die gezielte Unterbrechung oder Einschränkung von Dateiübertragungen. Zwar nennt der kalifornische Abgeordnete Howard Berman, von dem der Entwurf stammt, keine speziellen Verfahren zum Stoppen von Content-Piraterie, doch schlägt er vor, Copyright-Inhabern freie Hand zu lassen, soweit sie dem einzelnen Netzteilnehmer nicht mehr als 50 Dollar Schaden zufügen. Ein Eingriff auf Verdacht soll jedoch untersagt bleiben. Bei Zuwiderhandlungen hätten die Geschädigten die Möglichkeit, vor Gericht zu gehen, sofern sie durch die Aktion wirtschaftliche Einbußen von mehr als 250 Dollar zu beklagen haben. Falls Medienhäuser einer Tauschbörse zu Leibe rücken wollen, müssen sie die Staatsanwaltschaft über Art und Umfang der geplanten Aktion eine Woche vorher informieren.

Bermans Büro dementierte indes Berichte, wonach auch der Einbruch in die PCs von Peer-to-Peer-Mitgliedern erlaubt sein soll. "Nicht der einzelne Computeranwender ist unser Ziel, sondern die Verbreitungssysteme", so ein Sekretär des Abgeordneten.

Die Recording Industry Association of America (RIAA) sowie die Motion Picture Association for America (MPAA) sind begeistert von der Eingabe Bermans. Sie beklagen Milliardenverluste durch Tauschbörsen im Web, da Surfer, statt CDs oder DVDs zu kaufen, Musikstücke beziehungsweise Filme aus dem Netz laden. (fn)