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23.04.1976 - 

MDT-Software-Produktion:

Gesetzgeber begünstigt Generatoren

MÜNCHEN - "EDV-Anwender erwarten vom Hersteller heute vor allem individuelle Problemlösungen, schnellen und umfassenden Service, einfache Bedienung, problemlose Installation und umfassende Schulung des Personals." Das ergab eine Umfrage der deutschen Olivetti bei 500 Unternehmen. Die Folgerung, die Olivetti zog, heißt

Apco - "Application Configurator". Eine Lösung, wie sie ähnlich schon IBM mit MAS, Kienzle mit BEAS, Nixdorf mit Firm, TA mit Triasis und Philips mit Varial haben.

Apco ist ein Analyse-Generator, der nach Eingabe der mittels Standard-Fragebogen erfaßten Kundenwünsche aus einer 10 000 Moduln umfassenden Bibliothek die benötigte Software individuell zusammenstellt. Außerdem rechnet er mit Hilfe eines Kalkulationsprogrammes durch, ob die Kapazität der vorgesehenen Anlage für das Mengengerüst des Anwenders ausreicht. Der Kunde bekommt schnell ein fertiges, "individuelles" Softwarepaket und spart dabei: Olivetti schätzt, daß ein mit Apco erstelltes Anwendungspaket nur noch rund 7500 Mark kostet - gegenüber 15 000 bis 25 000 Mark bei der bisherigen konventionellen Vorgehensweise.

Die Mehrzahl der MDT-Kunden will eine schnell einsatzbereite Anlage - und keinen Programmierer, der sich innerhalb kürzester Zeit "unentbehrlich" macht. Deswegen dominiert der Anwendungssoftware - auch bei plattenorientierten Systemen. Allerdings zeigen sich hier auch schon die Grenzen: Zwar wird nach Kienzle-Beobachtungen in 80 Prozent der Fälle eine Modifikation der Standard-Software gar nicht diskutiert

- aber das gilt in erster Linie da, wo der Gesetzgeber (wie etwa bei Fibu oder Lohn/Gehalt) die Verfahren maßgeblich beeinflußt.

Bei Fakturierung und Auftragsbearbeitung hat es sich ohnehin eingebürgert, ein Software-Gerüst bereitzuhalten, das individuell ausgefüllt wird. Mit dem Herauswachsen aus den Magnetkonto-Systemen und dem Übergang zu Plattenanlagen ergibt sich für die Mitarbeiter der Anwenderfirmen zumindest die Notwendigkeit, die gekaufte Software voll zu beherrschen und die Programme pflegen zu können. Sobald dann noch auf anspruchsvollere Anwendungen wie beispielweise die Fuhrpark-Disposition oder eine Fertigungssteuerung übergegangen wird, kommt der MDT-Kunde kaum noch ohne einen Mitarbeiter mit Programmierkenntnissen aus.