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US-Regierung will DV-Kriminalität eindämmen:


16.05.1986 - 

Gesetzgebung soll neuen Status bekommen

WASHINGTON (CWN) - Der Computerkriminalität will die US-Regierung den Wind aus den Segeln nehmen: So stimmte jetzt der Untersuchungsausschuß für Kriminalität des Repräsentantenhauses einem Kompromißvorschlag zu, der Vergehen im DV-Bereich als Verbrechen gegen den Staat behandelt. Bisher fielen solche Delikte unter die Oberhoheit der einzelnen Bundesstaaten.

Die neue Gesetzesvorlage fußt auf den Statuten des Jahres 1985. Diese beziehen sich nur auf Computerdelikte, die im Zusammenhang mit Regierungscomputern begangen wurden. Nun sollen auch bestimmte illegale Akte, die sich im privaten DV-Sektor ereignet haben, einen ähnlichen Status bekommen.

Der "Computer Fraud and Abuse Act" wird auch vom US-Justizministerium und Mitgliedern des Senats unterstützt. Experten billigen ihm

deshalb größere Erfolgschancen zu als den bisherigen Versuchens der DV-Kriminalität Herr zu werden.

Der Demokrat William J. Hughes, Mitglied im Untersuchungsausschuß des Repräsentantenhauses, hat eigener Aussage zufolge sechs Monate lang mit Gesprächspartnern aus den Reihen des Senats verhandelt, um zu einem Konsens zu kommen. Im Senat bekommt die Gesetzesvorlage Unterstützung von den republikanischen Senatoren Trible und Laxalt.

Die Tatsache, daß künftig das FBI für Computerdelikte zuständig sein soll, reicht nach Ansicht amerikanischer Branchenkenner allein nicht aus, um illegale Vorfälle dieser Art zu unterbinden. Jedoch könne durch den neuen Status der Gesetze eine US-weite Fahndung erfolgen, so daß mit einem Anstieg der Aufklärungsquote zu rechnen sei. Auch dürften die Strafen voraussichtlich drastischer ausfallen als bisher.