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04.06.2013 - 

Der CP-Querschläger

Gesucht wird eine Open Creative Suite

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der radikale Wandel bei Adobe hat für Aufsehen gesorgt. Unser "schreibender Fachhändler" hält aber nichts vom Mieten einer Software – und er begründet dies.

Zum radikalen Wandel von Adobe ("Abo-Modell statt Kauf-Software"), über den wir berichtet haben, hat sich auch unser "schreibender Fachhändler", der CP-Querschläger, seine Gedanken gemacht.
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"Adobe-Software aus der Cloud: Zu Beginn wird sie den Kunden mit Schnäppchenpreisen schmackhaft gemacht. Aber dann ist die Falle zugeschnappt."
"Adobe-Software aus der Cloud: Zu Beginn wird sie den Kunden mit Schnäppchenpreisen schmackhaft gemacht. Aber dann ist die Falle zugeschnappt."
Foto: Adobe

"Spare dir den Fachhandel, und du erhöhst deinen Ertrag!" So denken die Verantwortlichen bei Adobe. Selbstbedienung aus der Cloud mit Abonnement (siehe auch unsere Umfrage) – das ist die Gewinnmaximierung nach der Vorstellung vieler Softwarehäuser.

Es ist einfach zu verlockend, die Kunden in eine Abhängigkeit zu treiben, aus der es kein Zurück gibt. Außerdem verzichten die Hersteller noch auf Datenträger, gedruckte Anleitungen und Handbücher. Als i-Tüpfelchen bekommen sie Kundendaten wie Bankkonto, Name und Anschrift sowie E-Mail-Adresse gratis zur "internen" Verfügung.

Mit einer Fast-Monopolstellung bei der bisherigen Klientel ist das Risiko, Stammkunden zu verlieren, zwar gering, aber das Zähneknirschen wird vernehmlich. Zum Beispiel hat Sage-KHK den Fachhandel für KMUs vergrault, Microsoft probiert es gerade mit Office 365 und Windows 8 – und nun auch Adobe.

Zu Beginn wird es den Kunden natürlich schmackhaft gemacht: kostenloser Einstieg und Jahres-Abo zum Schnäppchenpreis. Aber dann schnappt die Falle zu. Anpassungen bei Inhalt und Preis kommen so sicher wie der nächste November.

Bei Adobe können die Strategen aus dem sonnigen Kalifornien über die katastrophalen Installations- und Update-Mechanismen ganze Kreativabteilungen lahmlegen, wenn acht Gigabyte Download für zehn stressgeplagte Grafiker und Designer über das Firmen-WLAN eingerichtet werden. Denn Updates gibt es bei Adobe fast täglich.

Und die anderen Cloud-Programme müssen auch ständig upgedatet werden. Schließlich wollen ja alle Hersteller wissen, wer was wann wo mit seiner Software macht. Je mehr Cloud, desto langsamer das System.

Dazu kommt, dass der Datenaustausch mit Leuten, die es überhaupt nichts angeht, was in unseren Firmen erstellt, konstruiert, beworben oder verbreitet wird, ungewollt weiter zunimmt. Es wird Zeit für eine "Open Creative Suite" – und das Recht auf Cloud-freies Arbeiten.

Mein Fazit: Software mieten ist so schön wie Miete im richtigen Leben – vom Vermieter kontrolliert und abhängig, kaum Schutzrechte und eine eingeschränkte Privatsphäre!

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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