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02.03.1979 - 

Rechenzentrum als Filialbetrieb:

Getrennt verarbeiten - vereint sparen

MÜNCHEN/AUGSBURG/SALZBURG (pi) - IOP, das heißt "lnstitut für Organisation und Programmierung" und ist ein Rechenzentrum in der bayerischen Landeshauptstadt mit "Ablegern" in Augsburg und Salzburg. Das Unternehmen bietet seinen Kunden neben dem üblichen RZ-Service auch die Möglichkeit, Betriebsdaten mit intelligenten Terminals (Minicomputer mit Bildschirm) im eigenen Hause zu erfassen und vorzuverarbeiten, wofür eigenes EDV-Personal nicht benötigt wird. IOP arbeitet mit drei Rechnern von NCR und einer intelligenten COM-Anlage.

Die beim Kunden erfaßten Daten werden auf Kassette, Floppy Disk oder Magnetplatte aufgezeichnet und gehen entweder per Expreß oder über DFÜ zum Rechenzentrum, wo sie "fertig"-verarbeitet werden und auf dem gleichen Wege über Bildschirm wieder abrufbar sind. Dieses System erspart eigenes, teures und zur Zeit ohnehin kaum greifbares EDV-Personal.

RZ-Kunden brauchen deshalb jedoch nicht auf spezielle qualifizierte EDV "im Haus" zu verzichten. Diese von IOP gefundene und bis jetzt in der Bundesrepublik noch wenig praktizierte Lösung bringt auch NCR zusätzliche Kunden für ihre kleineren EDV-Systeme. Zum Beispiel setzt das Augsburger Gebäude-Reinigungsunternehmen Pfaffenzeller ein System 8230 für die Vorverarbeitung von Daten ein. Aufgabe des Systems ist hier die Stammdatenverwaltung, Buchhaltung sowie Lohn- und Gehaltsabrechnung für die 1800 Mitarbeiter, außerdem die Einzelfakturierung, Lohnauswertung, Sammelrechnung, Betriebsabrechnung und Finanzbuchhaltung sind da Sache des IOP-Rechenzentrums.

Diese "gemischte Lösung" hat Vorteile für beide Partner. Für die Verarbeit der anfallenden Daten im Hause mit betriebseigener EDV müßten monatlich allein 15 000 Mark an Hardware-Kosten eingesetzt werden. Die "gemischte Lösung" bringt nur etwa 5000 Mark Hardware- und etwa die gleiche Rechenzentrumskosten.

Hermann Vogel, geschäftsführender Gesellschafter der IOP, ist der Überzeugung, daß sich der Trend dieser Aufgabenteilung weiter fortsetzen wird. "Wenn sich auch die dafür in Frage kommenden Unternehmen die Hardware noch leisten könnten", meint Vogel werde es doch sehr problematisch auf der Personalkostenseite, ganz abgesehen davon, daß branchenspezialisierte EDV- Fachleute eben derzeit nicht zu hab sind.

25 Datenannahmestellen in Bayern

Hermann Vogel will sein Service-Angebot in den nächsten zwei Jahren Bayern weiter ausbauen. Sein bisherige Leistungsspektrum umfaßt neben de obligatorischen Beratung in allen EDV Fragen Planung, Organisation, Programmierung, Analysen, Datenerfassung und -verarbeitung. IOP bietet Mikroverfilmung verarbeiteter Daten (COM) und seit diesem Jahr echtes Time-Sharing. Das Unternehmen hat 60 Mitarbeiter.

"In den nächsten Jahren wollen wir an etwa 25 Plätzen in Bayern Datenannahmestellen eröffnen", sagt Vogel. Aufgebaut wird dieses "Filialnetz" zusammen mit der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bayerische Landesbuchstelle, Konkret bedeutet dies, daß IOP-Kunden in Bayern die in ihrem Unternehmen erfaßten Daten per DFÜ - meist über Ortsnetz - oder auf Kassette an die Datenannahmestelle weiterleiten. Dort werden sie komprimiert, ehe sie zum Rechenzentrum in München gelangen. Die verarbeiteten Daten gehen zurück an die IOP-Annahmestelle und von dort zum Kunden.