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21.10.1983 - 

Stellungnahmen zum Computer als Job-Killer:

Gewerkschafter kritisieren Mikroelektronik

TOKIO (VWD) - Führende Vertreter des Internationalen Verbandes der Metallarbeitergewerkschaften (IMF) aus 30 Industrie- und Entwicklungsländern versammelten sich in Tokio zu ihrer vierten Konferenz über die Lage der Elektro- und Elektronikindustrie. Unter dem Thema "Die Explosion der modernen Technologie" berieten 200 Gewerkschafter, darunter drei Delegierte der IG Metall, über die Auswirkungen von Mikroelektronik und Automation auf dem Arbeitsmarkt sowie die Folgen des verschärften internationalen Wettbewerbs der Produzentenländer auf den Handel.

Nach einem Bericht, den das Genfer Generalsekretariat des IMF in Tokio vorlegte, hat die Elektro- und Elektronikindustrie seit Beginn der 80er Jahre nicht nur ihre vormals beschäftigungsstimulierenede Wirkung verloren, sondern produziert infolge zunehmender Automatisierung der Fertigung immer mehr Produkte mit immer weniger Arbeitern, Opfer deser Entwicklung seien vor allem weibliche Arbeitskräfte sowie Facharbeiter. Obwohl der IMF keine Gesamtprognosen für die Arbeitsmarktentwicklung verfügt, weist der Bericht darauf hin, daß in dem beim Einsatz von Mikroelektronik und Robotern am weitesten fortgeschrittenen Japan bis 1985 voraussichtlich zwischen 219000 und 480000 Arbeitsplätzen wegrationalisiert werden.

Als Antwort des IMF auf diese Herausforderung plädierte Generaldirektor Hermann Rebhan (USA) in seiner Eröffnungsansprache erneut für die Verkürzung der individuellen Arbeitszeit und forderte außerdem ein stärkeres Mitsprache- und Entscheidungsrecht der Gewerkschaften bei Rationalisierungsinvestitionen durch den Abschluß sogenannter Technologie-Abkommen mit den Arbeitgebern .