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22.08.1986

Gewinn wächst dank Dollar überproportional:Bei DEC bleibt vom Umsatz mehr hängen

MAYNARD/MÜNCHEN (CW) - Mit einer Steigerung der Konzern-Umsatzrendite von 6,7 auf 8,1 Prozent hat die Digital Equipment Corp. (DEC) im Geschäftsjahr 1986 nur knapp das Ziel verfehlt, zu ihrem langjährigen Mittel von neun Prozent Gewinn zurückzukehren. Weltweit nahm das Unternehmen 7,59 (6,69) Milliarden Dollar ein: in der Bundesrepublik wurde DEC DM-Umsatzmilliardär.

Anders als bei der IBM, die mit Währungsschwankungen die Löcher in ihrem US-Geschäft stopfen mußte, haben die Kursgewinne bei DEC die Schere zwischen Profit- und Umsatzsteigerung weiter auseinanderklaffen lassen. Die 617 Millionen Dollar Nettogewinn im kürzlich beendeten Geschäftsjahr 1986 (28. Juni) übertreffen das Vorjahresergebnis um 38 Prozent, während der Umsatz "nur" um 14 Prozent höher ist als 1985. In der Hitliste der Fortune 500, in der das Unternehmen voriges Jahr mit 6,7 Prozent die neuntbeste Umsatzrendite unter den DV-Anbietern aufwies, dürfte DEC dieses Jahr mit 8,1 Punkten sehr viel dichter an Nochspitzenreiter IBM rücken, wahrscheinlich auf den fünften Rang. Das Ziel hatten die DEC-Manager allerdings noch höher angesetzt, nämlich bei neun Prozent Rendite. Soviel hatte DEC im Durchschnitt der letzten zwölf Jahre verdient.

Die deutsche Tochter war mit den 1986er Resultaten nicht so schnell bei der Hand wie die US-Mutter. "Wir sind Umsatzmilliardär", verkündete der Münchner Finanzgeschäftsführer Hans-Joachim Nowak stolz. Aber die exakten Zahlen liegen bislang nicht auf dem Tisch. 1,04 Milliarden Mark müßten es sein, wenn die deutschen DEC-Manager gleichviel zugelegt hätten wie der gesamte Konzern. Auch vom Speicherplattenlaufwerk Kaufbeuren, das nicht zur Münchner GmbH gehört, liegen noch keine Finanzdaten vor.

Auf der Personalseite expandierte DEC in der Bundesrepublik um etwa ein Viertel. Zur Zeit sind, so das Unternehmen, über 3000 (vor einem Jahr: 2450) Arbeitnehmer bei der GmbH und im Allgäuer Werk beschäftigt.