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Gewinneinbruch bei Micro Focus

19.11.1998

MÜNCHEN (CW) - Mit massiven Kursverlusten von 44 Prozent reagierte die US-Börse auf die Gewinnwarnung von Micro Focus, im dritten Quartal lediglich ein nach Steuern ausgeglichenes Resultat zu erzielen.

Im ersten Halbjahr hatte das Software-Unternehmen mit Zentralen in Mountain View und London die Gewinne vor Steuern noch um 94 Prozent von 5,2 auf rund 10,2 Millionen britische Pfund steigern können. Für das dritte Quartal sollen es nur noch 3,8 Millionen Pfund sein. Nicht berücksichtigt wurden die außerordentlichen Verbindlichkeiten, die durch den im September abgeschlossenen Kauf von Intersolv, einem US-amerikanischen Spezialisten für Konfigurations-Management, entstehen. Dieser war im Juni per Aktientausch im Wert von 534 Millionen Dollar übernommen worden.

Schuld an dem katastrophalen Ergebnis ist laut Micro Focus die geringer als erwartete Nachfrage bei Jahr-2000-Tools für Cobol-Anwendungen und den dazugehörigen Services in Nordamerika. Firmenchef Martin Waters kündigte an, Einsparungen vorzunehmen und verstärkt in das Geschäft für Anwendungsentwicklung investieren zu wollen. Die deutsche Tochter ist laut Vertriebsleiter und Prokurist Ludger Wilmer von den Umsatzeinbußen nicht betroffen. Vielmehr erwarte man für das dritte Quartal Zuwächse von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.