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22.11.2002 - 

Stagnation im nächsten Jahr erwartet

GFT bleibt auf Konsolidierungskurs

MÜNCHEN (CW) - Der IT-Dienstleister GFT Technologies steckt in einer schwierigen Phase: Während kaum positive Impulse zu erwarten sind, weitet sich der Verlust aus.

"Ganz ordentlich, wenn auch kein Grund zur Euphorie", kommentierte GFT-Chef Ulrich Dietz die Zahlen des dritten Quartals. Der IT-Dienstleister aus St. Georgen setzte darin 36,9 Millionen Euro um, 6,6 Millionen Euro weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten des Jahres sehen die Umsätze allerdings besser aus, hier stiegen die Einnahmen von 86,5 Millionen im Vorjahr auf 119,8 Millionen Euro. Dies liegt jedoch an der Konsolidierung der im vergangenen Jahr von der Deutschen Bank übernommenen Firma Emagine.

Das Ergebnis hingegen rutschte tiefer in die roten Zahlen. Von Juli bis September verzeichnete die Company einen Betriebsverlust von 5,4 Millionen Euro nach minus 1,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Fehlbetrag liegt bei 4,5 Millionen Euro. In den letzten neun Monaten summierten sich das Betriebsergebnis auf minus 13,6 Millionen und der Nettoverlust auf 11,2 Millionen Euro.

Die eingeleiteten Kostensparpläne zeigten erste positive Wirkungen und würden sich spätestens in den nächsten Monaten deutlich in den Zahlen niederschlagen, sagte Firmenchef Dietz. Insgesamt hat GFT seit Beginn des Jahres 176 Stellen abgebaut, weitere sollen bis Jahresende folgen. Vor zwölf Monaten arbeiteten noch über 1500 Beschäftigte für das Unternehmen. Den Abbau von knapp einem Drittel der Stellen innerhalb eines Jahres bezeichnete Finanzchef Markus Kerber als "reife Leistung". Das angekündigte Ziel, im Gesamtjahr 165 Millionen Euro umzusetzen, bekräftigte er. Der Fehlbetrag im Gesamtjahr soll bei 14 bis 15 Millionen Euro liegen.

Für 2003 erwartet GFT keine Belebung auf der Einnahmenseite, sondern eine Stagnation bei 165 Millionen Euro. Mit den verbleibenden 1100 Mitarbeitern will die Company dabei auch nach Abschreibungen über die Gewinnschwelle kommen, weitere betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben. Firmenchef Dietz gibt sich optimistisch, schließlich seien kaum noch Wettbewerber vorhanden. Als Wachstumsmärkte nannte er die Automobilindustrie sowie das E-Government. (ajf)