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23.08.2002 - 

Trügerische Sechsmonatszahlen

GFT richtet sich auf harte Zeiten ein

ST. GEORGEN (CW) - Die GFT Technologies AG konnte dank der Konsolidierung von Zukäufen einen ordentlichen Halbjahresumsatz bilanzieren. Angesichts des allgemein schlechten Marktumfeldes bleibt die Situation des IT-Dienstleisters jedoch angespannt.

Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2002 weist die GFT-Gruppe einen Umsatz von 82,9 Millionen Euro aus - bei einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von minus 8,2 Millionen Euro. Gut 43 Millionen Euro wurden laut GFT im zweiten Quartal erwirtschaftet, was - bereinigt um inzwischen integrierte Tochtergesellschaften - im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einem Wachstum von acht Prozent entspricht. Allerdings ist ein Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 problematisch, weil die Schwarzwälder nun eine Reihe von Auslandsbeteiligungen erstmals konsolidiert haben, etwa Niederlassungen in Österreich, Großbritannien, Spanien und den USA. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres wies der "Altkonzern" GFT einen Umsatz von 43,07 Millionen Euro und ein Ebit von minus 1,2 Millionen Euro aus. Ohne Einbeziehung von Zukäufen ging der Umsatz im ersten Halbjahr 2002 auf 34,73 Millionen Euro zurück.

Erst Mitte Juli hatte GFT angekündigt, sich von gut 100 der insgesamt 1250 Mitarbeiter zu trennen, und damit den Ernst der Lage signalisiert. Die Schwarzwälder, die einst als Vorzeigeunternehmen unter den deutschen Internet-Dienstleistern und -Beratungshäusern galten, kämpfen derzeit wie viele ihrer Wettbewerber mit den Widrigkeiten im IT-Service-Geschäft. Hinzu kommt, dass mit den beiden Hauptkunden und Gesellschaftern Deutsche Bank und Deutsche Post knapp zwei Drittel aller Einnahmen erzielt werden. "Wir haben es mit einer fundamentalen Entwicklung im IT-Bereich zu tun, der man mit strukturellen Maßnahmen und neuen Dienstleistungsansätzen begegnen muss", hatte GFT-Vorstandschef Ulrich Dietz seinerzeit die Situation seiner Company kommentiert. Finanzvorstand Markus Kerber bekräftigte nun die Reduzierung der Umsatzprognose für das laufende Jahr von ursprünglich 230 auf 165 Millionen Euro mit den Worten: "Die aktuelle Entwicklung in der IT-Dienstleistungsbranche geht über einen kurzfristigen Konjunktureinbruch hinaus." (gh)