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04.08.2014 - 

Die neue Rolle des SysAdmins

Gibt es den IT-Administrator noch?

Kundenbetreuer m Bereich Managed Services & Support bei Comparex
Die Aufgaben des klassischen Systemadminitrators wandeln sich radikal. Früher war ein Verwalter, heute muss er Geschäftsprozesse digitalisieren.

Was wären wir ohne den Systemadministrator? Er ist immer gleich zur Stelle, wenn es in Sachen IT brennt, wenn man nach dem Urlaub sein Passwort vergessen hat oder der Drucker kurz vor dem Kundenmeeting keine Präsentation mehr ausspuckt. Auch bei Fragen zum mitgebrachten privaten Rechner gibt er meist bereitwillig Auskunft. Das gehört auch eigentlich alles mehr oder minder zu seinem Stellenprofil. Was rechtfertigt dann Ehrentag wie den "System Administration Appreciation Day", denn wir Jahr für Jahr am 25. Juli begehen?

Die Antwort ist so einfach wie überzeugend: Von seinem Tun hängt meist der Erfolg des ganzen Unternehmens ab. Der Geschäftsbetrieb und die IT sind inzwischen so eng verzahnt, dass alles zum Erliegen kommt, wenn auch nur Teile der Infrastruktur ausfallen - man denke nur an stillstehende Produktionsbänder, nicht erreichbare E-Mail-Server, fehlgeschlagene Internetverbindungen oder überlastete Online-Shops. Hinzu kommt, dass die IT wahnsinnig schnelllebig und vielfältig geworden ist: Eine Software-Version jagt die andere, neue Technologien werden auf den Markt geworfen, bevor sie ausgereift sind, Security-Attacken schweben ständig über den Unternehmen wie ein Damoklesschwert.

Systemadministrator McAfee
Systemadministrator McAfee
Foto: McAfee

War der Systemadministrator früher eher ein gut organisierter Verwalter, der alles am Laufen hielt, so geht es heute zudem darum, die Geschäftsprozesse durch Computer zu unterstützen. Der Spagat besteht darin, dem Unternehmen zu mehr Effizienz, Flexibilität und Wettbewerbsvorteilen am Markt zu verhelfen und zugleich den kontinuierlichen Geschäftsbetrieb durch eine hoch verfügbare und ausfallsichere IT sicherzustellen. Auf seinen Schultern lastet also enorme Verantwortung. Er muss Entscheidungen schnell, fundiert und im Sinne des Unternehmens treffen - liegt er falsch, steigt das Risiko von Umsatzeinbußen und Compliance-Verstößen.

Erschwerend hinzu kommt, dass das IT-Budget in den meisten Unternehmen nicht mit den steigenden Anforderungen mitgewachsen ist. In der Praxis heißt das, Admin-Stellen bleiben unbesetzt und die Aufgaben werden einfach dem bestehenden, bereits überlasteten Team übertragen. Das öffnet nicht nur Frust und Burn-out Tür und Tor, sondern macht es für Unternehmen immer schwieriger, ihre Systeme in Eigenregie und kostengünstig zu betreiben und adäquat zu warten. Das gilt für alle Unternehmensgrößen und Branchen.

Das frühere, klar definierte Berufsbild eines Systemadministrators hat deshalb ausgedient. Nicht selten müssen Administratoren die erforderlichen Fähigkeiten in ihrer Freizeit und mit privaten Investitionen up-to-date halten. Deshalb haben die Admins diesen Ehrentag mehr als verdient - und wir das Gewinnspiel"Grill & Chill-Barbecue"ins Leben gerufen, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Damit möchten wir explizit allen Systemadministratoren danken! (rw)

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