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23.02.2001 - 

Luminate vertraut auf "Mamba" und "Python"

Giftnattern und Riesenschlangen im Netz

MÜNCHEN (jha) - Luminate startet als Management-Service-Provider (MSP) in Deutschland. Das Unternehmen bietet mit "Luminate.net" IT-Verwaltungswerkzeuge für Windows-NT- beziehungsweise Windows-2000-Plattformen sowie für SAP R/3 zur Miete an.

Der System-Management-Spezialist Luminate scheint eine Vorliebe für Schlangen zu haben: Das klassische Management-Tool für Oracles und SAPs ERP-Applikationen des Anbieters heißt "Mamba" (Giftnatter), der nun angebotene MSP-Dienst trug lange den Codenamen "Python". Seit Mitte letzten Jahres wird die Riesenschlange offiziell unter dem unspektakulären Namen Luminate.net in den USA angeboten. Dieser MSP-Dienst liefert den Anwendern für eine monatliche Mietzahlung ausgewertete Leistungsdaten über ihre Windows- und SAP-R/3-Installationen.

Zuvor muss der Anwender jedoch einen Management-Server im eigenen Hause installieren. Dabei nutzt Luminate das vorhandene Produkt Mamba. Die Software erkennt laut Hersteller eigenständig die im Netz eingebundenen Windows-NT-, Windows-2000- oder SAP-Applikations-Server. Einmal eingerichtet, greift Mamba in regelmäßigen Abständen die Leistungsdaten der zu überwachenden Server ab und nutzt dazu die Microsoft- beziehungsweise SAP-eigenen Management-Werkzeuge. Jede Stunde liefert Mamba die gesammelten Informationen via gesicherter Internet-Verbindung in Luminates Data-Center ab. Dort werden die Daten verdichtet, automatisch ausgewertet und grafisch aufbereitet.

Einmal am Tag erhält der Kunde eine E-Mail, in der die Messergebnisse im Tagesverlauf sowie Analysen im HTML-Format aufgelistet sind. Auffällige Daten werden besonders gekennzeichnet und mit möglichen Hinweisen auf die Ursache sowie mit Lösungsvorschlägen kommentiert. Sämtliche Daten speichert Luminate über einen Zeitraum von zwölf Monaten, so dass die Kunden sie via Internet jederzeit abfragen können.

Die technische Machbarkeit dieses Verfahrens hat Luminate eigenen Angaben zufolge an zwanzig Pilotkunden in Deutschland nachgewiesen. Dabei zeigte sich, dass Probleme beim Einrichten des Internet-Zugangs auftreten, wenn ein Proxy-Server zwischengeschaltet ist. Zudem haben sich WAN-Verbindungen von 64 oder 128 Kbit/s als zu schmalbandig erwiesen. Dennoch ermunterten die Ergebnisse den Anbieter, Luminate.net-Dienste für Windows- und R/3-Server ab 50 Dollar Miete pro Monat anzubieten. Demnächst soll zudem ein vergleichbarer Dienst für Oracle-Applikationen starten.

Abb: Luminate.net für SAP R/3

Die wesentlichen Komponenten des MSP-Modells sind der Mamba- und Luminate.net-Server. Ersterer sammelt die Management-Daten, letzterer analysiert sie. (Quelle: Luminate)