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06.08.1999 - 

Ergebnisse dringend angemahnt

Giga beurteilt SAPs Internet-Initiative positiv

MÜNCHEN (CW) - Die Marktforscher der Giga Group aus Cambridge, Massachusetts, räumen unter den Anbietern betriebswirtschaftlicher Standardsoftware SAP und Oracle die besten Chancen für den Übergang in das Internet-Zeitalter ein.

Zu diesem Ergebnis gelangen die Analysten in ihrer jüngsten Untersuchung "Evaluating ERP Vendors in an Internet World". Das positive Urteil für SAP wird darin allein mit der Marktmacht und Größe des Herstellers von Software für das Enterprise Resource Planning (ERP) begründet. Die Walldorfer sind laut Giga-Analyst Jim Holincheck zwar sehr spät in den Internet-Markt eingestiegen, haben jedoch mehr Entwicklungs- und Marketing-Ressourcen als jeder andere ERP-Anbieter, um den Übergang zu bewältigen.

Als größte Hürde auf dem Weg zum Internet-Business erweise sich allerdings die monolithische Struktur von R/3. Veränderte Geschäftsprozesse, wie sie im E-Commerce üblich sind, lassen sich demnach nur schwer in die betriebswirtschaftlichen Kernfunktionen von R/3 einbinden. Neue Anwendungsprogramme würde SAP dagegen als Komponenten entwickeln, so daß deren flexibler Einsatz mit dem Basissystem möglich sei.

Jetzt komme es darauf an, so der Giga-Experte, daß die Walldorfer die im Rahmen der Enjoy-SAP-Initiative vorgestellten Internet-Anwendungen möglichst schnell zur Marktreife führen. Dies betreffe Online-Verkaufsfunktionen im Bereich Business-to-Business sowie Business-to-Consumer. In diesem Segment seien bereits die ersten Fremdanbieter mit eigenen Produkten in die Lücken des SAP-Angebots gesprungen. Auch der Zugang zur gesamten Anwendungspalette über einen Web-Browser als Benutzer-Schnittstelle (für Release 4.6 an- gekündigt) müsse zügig umgesetzt werden, wobei Giga die Ergebnisse noch für dieses Jahr anmahnt.

Im Vergleich zu SAP sei die Internet-Vision bei Oracle deutlich geringer ausgeprägt. Nach Auffassung der Analysten sind die Datenbanker allerdings bei der Umsetzung der Technik weiter fortgeschritten als ihre Walldorfer Konkurrenten. Unabhängig davon erweise sich als Nachteil, daß die "Oracle Applications" zumindest im europäischen ERP-Markt bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dies könne sich jedoch ändern, wenn es der Ellison-Company gelingen sollte, die mit dem Internet verbundenen Umwälzungen schneller in der Software zu implementieren als der Wettbewerb.