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23.10.1998 - 

Larry Ellison relativiert Kritik am Network Computing

Giga prognostiziert Oracle schwindende Gewinne

Oracle gerät zusehends unter Preisdruck, der direkt zu einem Rückgang des Gewinns führen wird, so eine aktuelle Untersuchung mit dem Titel "Oracle prepares to Lower Prices" des Marktforschungsinstituts Giga Information Group, Cambridge, Massachusetts. Besonders die IBM, Microsoft und zunehmend auch Informix würden Oracle mit Dumpingpreisen zu schaffen machen. Alle drei Konkurrenten liefern Datenbanksysteme mit vergleichbarer Funktionalität zu drastisch niedrigeren Preisen.

Nach Beobachtung von Giga übt vor allem der Trend in den Unternehmen, verstärkt Windows NT anstelle von Unix als Server-Betriebssystem einzusetzen, einen merklichen Druck auf die Preise für Server-Software und Datenbanksysteme aus. Die Preisspirale werde zudem durch die Bundling-Politik Microsofts angeheizt, immer mehr Funktionalität wie et- wa Online-Analytical-Processing-(Olap-)Pakete kostenlos zu integrieren. IBM wiederum grabe Oracle mit DB2 hauptsächlich auf Servern unter AIX und NT das Wasser ab. Und Informix versuche über Preisnachlässe, das stagnierende Datenbankgeschäft wiederzubeleben. "Das alles zwingt Oracle, die Preise zu senken, und wird sich unmittelbar auf die Gewinnsituation auswirken", prognostizieren die Analysten in ihrem Report. Unternehmen, die derzeit über Datenbanklizenzen verhandeln, sollten dieses Preisgefälle ausnutzen. Das müsse nicht unbedingt zum Erwerb eines Konkurrenzprodukts führen, sondern könnte auch den Kauf von Oracle-Lizenzen zum halben Preis nach sich ziehen.

Zwischenzeitlich hat Oracle-Chef Larry Ellison seine Aussagen relativiert, wonach das Network Computing gescheitert sei. Nachdem der Chairman und CEO des Datenbankers erst kürzlich keinen Pfifferling mehr auf die junge Technologie geben wollte, schlägt er nun andere Töne an: "Network Computing ist nicht tot", so der Topmanager auf der diesjährigen Itxpo '98. Vielmehr bezeichne er das Internet nun wie alle anderen auch als "Internet". Er trägt nach eigenen Worten die Verantwortung für die anhaltende Verwirrung der letzten Tage.