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07.06.1996 - 

Erstes Modul bereits für Herbst angekündigt

Gigabit Ethernet Alliance führt Gespräche mit Digital und IBM

Eine Gruppe aus elf Herstellern gründete, wie in der CW Nr. 21, Seite 25 vorab berichtet, die Gigabit Ethernet Alliance, die Einfluß auf das Standardisierungsverfahren der IEEE nehmen soll. Die amerikanische Normierungsbehörde beschloß bereits im letzten Monat die Entwicklung einer entsprechenden Spezifikation innerhalb des 802.z-Komitees.

Unter anderem wollen die Gründungsmitglieder, zu denen 3Com, Bay Networks, Cisco, Compaq, Granite Systems, Intel, LSI Logic, Packet Engines, Sun, UB Networks sowie VLSI Technology gehören, die IEEE dazu bewegen, das vom 10 Mbit/s-Ethernet bekannte Verfahren des Carrier Sense Multiple Access/ Collision Detection (CSMA/CD) beizubehalten. Zudem will die Vereinigung nach den Worten von Tony Lee, Chairman der Allianz und Sun-Vertreter in diesem Gremium, soweit wie möglich die Vorteile von Technologien wie Fast Ethernet und Fibre Channel bei der Entwicklung des Gigabit Ethernet nutzen.

Drei Methoden zur Übertragung

In Sachen Übertragungsentfernung hat sich die Allianz bereits auf drei Methoden geeinigt: Multi-Mode-Glasfaserverbindungen mit einer maximalen Länge von rund 450 Metern, Single-Mode-Lichtwellenleiter, die bis zu eine Meile überbrücken sowie Kupferkabel für Entfernungen von bis zu 25 Metern. Darüber hinaus ist für UTP-Kabel der Kategorie 5 eine Distanz von rund 100 Metern im Gespräch.

Obwohl die Allianz mit nur elf Gründungsmitgliedern startet, ist das Gremium für weitere Unternehmen offen und will aktiv Neuzugänge werben. So werden derzeit unter anderem Gespräche mit DEC und IBM geführt. Für Überraschung sorgte die Ankündigung Lees, daß möglicherweise eine Division von Hewlett-Packard (HP) der Allianz beitritt, denn HP lehnte bisher die schnellen Varianten des CSMA/ CD-basierten Ethernet ab und verfolgte mit VG Anylan eigene Pläne. Bei der Division soll es sich um die Optical Group von HP handeln.

Trotz der sich abzeichnenden breiten Unterstützung der Herstellerallianz rechnen Branchenkenner nicht damit, daß die IEEE vor Ende 1998 einen Standard verabschiedet. Ungeachtet dieser Tatsache wollen einige Anbieter innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate erste Pre-Standard-Produkte auf den Markt bringen. Noch schneller ist die Nbase Communications, Chatsworth, die bereits für Herbst ein erstes Produkt ankündigte. Für etwas weniger als 2500 Dollar soll dann ein Vollduplex-Gigabit-Ethernet-Modul für den "Megaswitch II" erhältlich sein. Damit können Anwender ein schnelles Ethernet-Backbone mit 1 Gbit/s aufbauen. Ingesamt rechnen Experten damit, daß die neue Technologie etwa doppelt soviel wie Fast Ethernet kosten und sich somit auf dem Preisniveau von ATM bewegen wird. Typische Einsatzgebiete für Gigabit Ethernet dürften Point-to-point-Verbindungen von Switches und High-speed-Servern sein.