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21.05.1999 - 

Niedrige Kosten empfehlen die Technik für stadtweite Netze

Gigabit Ethernet wird auch außerhalb des LAN attraktiv

FRAMINGHAM (IDG/CW) - In lokalen Unternehmensnetzen gewinnt Gigabit Ethernet zunehmend an Bedeutung. Doch die geringen Kosten und die Vertrautheit der Anwender mit der Ethernet-Technologie machen das 1000 Mbit/s schnelle Verfahren auch für den Campus-übergreifenden Einsatz interessant. Sogar eine Ausdehnung ins WAN kommt in Frage.

Mit der gängigen Gigabit-Ethernet-Spezifikation lassen sich derzeit rund fünf Kilometer von Switch zu Switch überbrücken. Bessere optische Komponenten sollen es in Zukunft jedoch ermöglichen, diese Reichweite zu verdoppeln. Einige Hersteller pochen sogar darauf, daß sie mit proprietärer Hardware und hochwertigen Glasfaserkabeln mehr als 70 Kilometer erreichen könnten.

Diese Zahlen lassen erkennen, warum die Technologie für Metropolitan Area Networks (MANs) und selbst für Weitverkehrsnetze im Gespräch ist. Vergleichsweise geringe Kosten und die Ähnlichkeit mit den langsa- meren Ethernet-Varianten steigern die Beliebtheit von Gigabit Ethernet noch. Selbst die frühen Arbeiten an einem Standard für ein 10 Gbit/s schnelles Ethernet sollen auf Betreiben diverser Hersteller Spezifikationen für MAN- und WAN-Verbindungen beinhalten.

Unterdessen sind die Firmen allerdings auf ungenutzte Glasfaserstrecken ("dark fiber") angewiesen, wenn sie auf Gigabit Ethernet als Backbone-Techno- logie zwischen verschiedenen Standorten zurückgreifen wollen.

Deutsche Carrier zögern noch

Nicht überall sind jedoch ungenutzte Glasfaserstrecken verfügbar. Hier versprechen Gigabit-Ethernet-WAN-Dienste von Carriern eine Alternative. In den Vereinigten Staaten haben schon mehrere Carrier diese Marktlücke entdeckt. Ameritech plant ein solches Angebot bis Mitte des Jahres. Bell Atlantic, Bell South und SBC Communications wollen ebenfalls auf den Zug aufspringen, haben aber noch keinen Zeitplan festgelegt.

In Deutschland zögern die Telcos noch. Mannesmann Arcor beispielsweise bietet Gigabit Ethernet derzeit nicht an. "Dafür gab es bisher keine Nachfrage", begründete Heiko Witzke, Pressesprecher des Unternehmens. Sollte sich das ändern, müsse die Entscheidung noch einmal überprüft werden. Auch für Viag Interkom spielt das Thema kaum eine Rolle. Statt dessen setzt der Carrier auf den ATM-Service "Concert ATM", der variable Übertragungsraten von 2 bis zu 45 Mbit/s zur Verfügung stellt. Die Plattform ist auf international auftretende Unternehmen mit großem Datenaufkommen zugeschnitten. Den Concert-ATM-Service gibt es in elf Ländern. Zwischen einer Übertragung mit konstanter Bitrate für Echtzeitanwendungen wie Sprachübertragung oder Videokonferenzen und variabler Bitrate kann der Kunde wählen. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten kann die Deutsche Telekom Gigabit Ethernet laut Pressesprecher Willfried Seibel immerhin "auf Kundenwunsch im Einzelfall" anbieten.