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19.08.1994

Glaubenskrieg Bit gegen Bit Betrifft: Berichte ueber 32-Bit-Anwendungen in der Fachpresse

Seit einigen Jahren wird die Fachpresse und auch der Anwender nicht muede, den Kampf 16 gegen 32 Bit zugunsten der moderneren 32- Bit-Betriebssysteme und -Anwendungen entscheiden zu wollen. Bei diesem Glaubenskrieg werden unverstaendlicherweise einige Fakten immer uebersehen: These: 32-Bit-Applikationen sind natuerlich sehr viel performanter als langsame 16-Bit-Applikationen.

Paradoxon: Die "modernen" 32-Bit-Betriebssysteme OS/2, Windows NT oder auch PC-Unix brauchen deutlich mehr Hauptspeicher, viel schnellere Prozessoren (besser gleich mehrere parallele "Pentiuemer") sowie groessere und leistungsfaehigere Festplatten, um einem einzelnen Benutzer die gleiche Performance wie die traditionelle DOS/Windows-Kombination zu bieten.

Darueber hinaus frage ich mich, warum eigentlich immer von 32 Bit gesprochen wird, die Entwicklung muesste doch eigentlich zu n Bit gehen, da 64-Bit-Prozessoren ja schon produziert werden und noch breitere Architekturen sogar schon vor der Tuer stehen. Eine Adressraumlimitierung von zwei Gigabyte erscheint ja auch nur im ersten Augenblick gewaltig: Verschiedene Anwendungen auf Superrechnern liegen ja schon heute jenseits dieser Grenze, und die Praxis zeigt, dass diese Dimensionen immer schneller auch in die Alltagspraxis durchsickern. Soll denn der Glaubenskrieg in fuenf Jahren lauten: Weg mit den langsamen 32-Bit-Anwendungen, hin zu den echten 64 Bit...?

Kay Labinsky, Wirtschaftsinformatiker, 50827 Koeln-Ossendorf

Kaschierte Hochpreispolitik

Betrifft CW Nr. 31 vom 5. August 1994, Seite 10: "Mit Lite- Versionen den Markt fuer Client-Server neu angehen"

Die rasante Entwicklung bei Hardware und Software, insbesondere im zukunftstraechtigen Client-Server-Bereich, hat die grossen Anbieter ins Schwitzen gebracht. Abgespeckte High-end-Versionen sollen die Marktposition sichern. Doch Produkte kleinerer Anbieter stellen sich dagegen und laeuten eine Trendwende ein.

Die Reaktion der Grossen darauf heisst Preissenkung fuer ihre Standardsoftware, um auch fuer den Mittelstand interessant zu werden. Der Anwender sollte wissen, dass dies nur mit Kompromissen zu Lasten der Flexibilitaet und Skalierbarkeit der Software erkauft werden kann. Bei richtiger Information wird er jedoch feststellen, dass es bereits Produkte anderer Anbieter auf dem Markt gibt, die alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionen unter einer komfortablen Client-Server-Architektur bieten - und das zu einem Preis ab

40 000 Mark.

Die Elefanten unter den SW-Herstellen muessen sich fragen lassen, ob ihre kaschierte Hochpreispolitik noch gerechtfertigt ist.

Steffen Rattke, IAS Unternehmensberatung GmbH, 76131 Karlsruhe