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11.04.1986

Glaubwürdigkeitskrise der Leasingbranche

Gegen unsere Berichterstattung über den Konkurs der ICC (CW Nr. 12 vom 21. März 1986, Seite 1: "ICC-Pleite offenbart Krise der Leasingbranche") opponieren Vertreter von Leasingfirmen: Man könne die ICC nicht mit den vielen braven Brokern in einen Topf werfen (siehe auch nebenstehenden Leserbrief von Hans Breitbach) - schwarze Schafe, so sinngemäß, gebe es schließlich überall.

Die Vorbehalte sind zwar verständlich, aber für das Problem nicht bezeichnend. Was wir als Kernpunkt der Misere festgestellt haben, ist das Verhältnis zwischen den Leasinganbietern im Großrechnermarkt und der IBM, wobei es für die Vermieter um ihre Neutralität geht. Bei nicht wenigen Finanzierungsfirmen hat dieser Kampf um Unabhängigkeit zur Aufgabe ihrer Individualität geführt. Der Kolumnist im ICC-Titel (CW Nr. 12): "Good Mouthing von Leasingfirmen, die sich unabhängig nennen, hält der IBM auch gegenüber den Anwendern den Rücken frei."

Eine pikante Note bekommt die Sache noch dadurch, daß erst das vermeintlich Normale, nämlich die Abhängigkeit von IBM, den Erfolg im Leasinggeschäft zu garantieren scheint. Breitbach liefert für unsere These (ungewollt?!) kräftig Munition. Zitat aus seinem Leserbrief: "Schieflagen einzelner Leasinggesellschaften trüben den Blick für die wirklichen Probleme. Die IBM kann aufgrund ihrer Marktmacht jederzeit diktieren, welcher Preis, Produktzyklus, Vertragstrick etc. Mother Blue vorteilhaft dient." Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.