Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


18.05.1979

Gleich, ob es sich bei dieser Monstrosität um ein überschwappendes Angebot oder um ungeregelte Nachfrage handelte: Deutlich wird, daß die Forderung nach Informations-Wirtschaft in den Unternehmen aktueller denn je ist. Dabei kann die Wirtschaftlichkeitsüb

Gleich, ob es sich bei dieser Monstrosität um ein überschwappendes Angebot oder um ungeregelte Nachfrage handelte: Deutlich wird, daß die Forderung nach Informations-Wirtschaft in den Unternehmen aktueller denn je ist.

Dabei kann die Wirtschaftlichkeitsüberlegung nicht bloß bei der jeweils eingesetzten Maschine, beim jeweils benutzten Werkzeug einhaken: Denn wo nur Maschinenzeiten weiterverrechnet werden, bläht sich der Apparat dank der Refinanzierung über hohe Verrechnungspreise auf - ohne daß es zu strukturierten und gefilterten Beiträgen der einzelnen Systeme für den Entscheidungsgang käme.

So macht die Forderung nach Bürosystemen der Zukunft deutlich, daß die Bürosysteme der Gegenwart von der Datenverarbeitung überfordert waren: Hier wurde die Administration mit der Informationsmenge nicht fertig. Oder: Die Schwächen herkömmlicher

Bürosysteme wurden erst von der Datenverarbeitung offengelegt.

Letztendlich versuchen die Administrations-Konzepte bisher doch nur eines: Das Wiederauffinden von Informationen zu sichern, und nur wo es geht, zu beschleunigen.

Und da die Technik das Ungemach ins Büro gebracht hat, setzt das Büro wieder auf die Technik, um den frustrierenden Zustand zu beenden: Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Schnellerer Zu- und Abfluß via nachrichtentechnische Methoden könne das Problem lösen, lautet die neue Aussage.

Ist das so? Oder ist dies bloß jene traditionelle Denke, die kommod auf das sich - scheint's gottgewollt - verbessernde Preis-/Leistungsverhältnis setzt, um diese günstiger werdende Relation zum Maßstab der Wirtschaftlichkeit zu machen?

Nun wird modernere Bürotechnik die Kommunikation durchaus beschleunigen: Vom Runenritzen bis zum Kugelschreiben ging's ja immer aufwärts. Aber die Beschleunigung von Informationsflüssen ist eben nur eine Facette der Produktivität.

Unzweifelhaft ist das Ziel, durch bessere Bürosysteme die Produktivität des Managements zu steigern und nicht durch besseres Management die Produktivität des Bürosystems selbst anzuheben. Auch hieran wird sichtbar, daß die Bürotechnik der Zukunft besonders einen Anspruch erfüllen muß: Sie muß das Aussondern von nicht-entscheidungsrelevanten Informationen erleichtern, ermöglichen.

Für das Management, das sich des Instruments bedient, heißt dies: Nicht jede Information haben wollen, aber die Einzelinformation qualitativ verdichten.

Wenn schnellere Nachrichtenflüsse dazu genützt werden, das Vorfeld einer Entscheidung wasserdicht zu machen - dann haben die Bürosysteme der Zukunft Sinn. Wenn aber wieder nur alle Quellen zum Sprudeln gebracht werden, dann gibt dies erneut einen "Speichersee", bei dem kurz oder lang die MlSen Dämme brechen.