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07.06.2002 - 

Nach gescheiterten Verkaufsverhandlungen

Global Crossing am Scheideweg

MÜNCHEN (CW) - Der zahlungsunfähige Glasfasernetzbetreiber Global Crossing arbeitet an einem neuen Sanierungskonzept. Nachdem die bislang aussichtsreichsten Übernahmeverhandlungen kurz zuvor gescheitert waren, soll die Firma jetzt zerschlagen werden.

Mit einem eigenen Restrukturierungskonzept will Global Crossing das verlorene Vertrauen potenzieller Investoren zurückgewinnen. Die Sanierung der Company, die im Januar Gläubigerschutz beantragt hatte, erlitt vor zwei Wochen einen Rückschlag, weil eine Einigung in letzter Minute nicht zustande gekommen war. Hutchinson Whampoa (Hongkong) und STT (Singapur) hatten zusammen 750 Millionen Dollar für einen Anteil von 79 Prozent an Global Crossing geboten. Der Rest sollte an die Gläubiger Lucent Technologies und Morgan Stanley gehen, die das Angebot jedoch als zu gering ablehnten.

Nun arbeitet der Netzbetreiber ein eigenes Sanierungskonzept aus, welches den Verkauf von Unternehmensteilen vorsieht, um Geld in die leeren Kassen zu holen. Betroffen sind Berichten zufolge die Abteilung für Telekonferenzen, das Glasfasernetz in Großbritannien sowie eine maritime Division, die sich um die Installation von Überseekabeln kümmert. Die beiden letzten Gruppen waren 1999 für 2,5 Milliarden Dollar von Global Crossing gekauft worden. Experten gehen davon aus, dass sich momentan allerdings nur noch ein Bruchteil dessen erzielen lässt. Auch soll das Asiengeschäft des Carriers verkauft werden; angeblich gibt es bereits einige ernsthafte Angebote, darunter von China Netcom.

Finanzielle Details des Plans wurden nicht bekannt gegeben, und auch das Konkursgericht muss noch zustimmen. Am 20. Juni endet die offizielle Frist, dann werden die Reste der Firma voraussichtlich versteigert. Anfang 2001 hatte Global Crossing noch 13500 Mitarbeiter, gegenwärtig sind es weniger als 5000. (ajf)