Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.07.2001 - 

Zeitungsbericht über Finanzkrise dementiert

Global Crossing optimistisch

MÜNCHEN (CW) - Global Crossing hat einen Bericht des "Wall Street Journal" dementiert, wonach der Glasfaserbetreiber in ernsten finanziellen Schwierigkeiten steckt. Auch Analysten prognostizieren dem Unternehmen eine gute Zukunft.

Dem Zeitungsartikel zufolge ist Global Crossing hoch verschuldet. So habe der Betreiber für den Aufbau seines 160000 Kilometer langen Glasfasernetzes zwischen Europa, Nordamerika und Lateinamerika, der seit kurzem abgeschlossen ist, einen Kredit in Höhe von 8,5 Milliarden Dollar aufgenommen, für den er rund 390 Millionen Dollar jährlich allein an Zinsen zurückzahlen müsse. Nach Einschätzung von Branchenkennern würden die Investitionen in das Glasfasernetz dem Unternehmen jedoch nicht vor 2005 zu nennenswerten Einnahmen verhelfen.

Hintergrund ist die Tatsache, dass viele Firmen ihre Investitionen in Netzkapazitäten angesichts der abflauenden Konjunkur zurückfahren. Die weltweite Nachfrage nach Bandbreite steigt nur um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr - Marktbeobachter hatten noch vor nicht langer Zeit eine Steigerungsrate von 40 bis 50 Prozent prognostiziert. Im Hinblick auf die gleichzeitig fallenden Preise stehen Betreiber und Verkäufer von Glasfaserstrecken in der Tat vor einer ungewissen Zukunft.

Global Crossing bezeichnet sein Geschäftsmodell jedoch als "absolut fundiert". Laut Firmenchef Tom Casey hat Global Crossing mehr als drei Milliarden Dollar durch den bis zum 29. Juni laufenden Verkauf von Kapazitäten seines Netzes an die lokalen Carrier eingenommen.

Finanzen im Griff?Mehr als die Hälfte der Baukosten habe das Unternehmen über bereits bestehende Verträge wieder hereingeholt. Auch Analysten beurteilen die Situation des Netzbetreibers als positiv. "Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten hat Global Crossing seine Finanzen im Griff, was ihm einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft", heißt es etwa in einem Bericht von Merrill Lynch & Co.

Zu den internationalen Carrier-Kunden von Global Crossing zählen die Deutsche Telekom, British Telecom, die Telecom Italia und Qwest. Firmenkunden sind unter anderem Procter & Gamble, Merck & Co., Sony, Microsoft und American Express.