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13.10.2000 - 

Internet-Gigant bedient 36 Millionen Kunden

Globale Allianz aus Docomo und AOL will Internet mit Handy verknüpfen

TOKIO (IDG) - Mit dem Schulterschluss zwischen AOL und der japanischen NTT Docomo entsteht eine Allianz der Giganten. Die Partnerschaft aus Internet- und Mobilfunkanbietern könnte das Kräftegleichgewicht in Europa und den USA deutlich verschieben. Formal besiegeln beide Unternehmen ihre Partnerschaft mit dem Einstieg von NTT Docomo bei AOL Japan.

Die Allianz zwischen AOL und NTT Docomo vereint einen globalen Kunden-Pool von 36 Millionen Mitgliedern. Dabei steuert der Online-Riese AOL zu der Partnerschaft 24 Millionen Internet-Kunden bei, während die Japaner zwölf Millionen Handy-Nutzer mit mobilem Internet-Anschluss einbringen. T-Online kommt als größter europäischer Internet-Anbieter gerademal auf sechs Millionen Kunden.

Gefährlich ist die globale Allianz für die etablierten Player im Internet- und Mobilfunkgeschäft vor allem durch die Kombination aus Technik und Content. Während der japanische Mobilfunker in Sachen Technik mit seinem Dienst "I-Mode" als Pionier in Sachen mobiler, Handy-gestützter Internet-Zugang gilt, kann AOL dank der geplanten Fusion mit Time Warner die passenden Inhalte beisteuern wie etwa Kino-Trailer und Filme für das Handy-Display. Eine Konstellation, der die großen Mobilfunk- und TK-Konzerne bislang nichts entgegenzusetzen haben. Zwar hat die Telekom für ihre Töchter T-Mobile und T-Online das Joint Venture T-Motion gegründet, doch erste Ergebnisse wie ein mobiles Internet-Portal lassen noch auf sich warten.

Entsprechend selbstbewusst verkünden AOL und Docomo bereits, weltweit die "Fixed Mobile Convergence" , also die Verschmelzung von Internet und Handy, anführen zu wollen. Die neuen Dienste wollen die beiden Partner bei AOL Japan testen. An AOLs fernöstlichem Ableger erwirbt Docomo eine Beteiligung von rund 42 Prozent. Damit reduziert sich der AOL-Anteil an der Tochter von 50 auf 40 Prozent. Der Einstieg bei AOL Japan kostet die Mobilfunker rund 100 Millionen Dollar. Gleichzeitig will Mutter AOL weitere 100 Millionen Dollar investieren. Darüber hinaus, so ist zu hören, möchten die beiden Partner in den nächsten zwei Jahren zusätzlich noch einmal 200 Millionen Dollar in das Joint Venture stecken.