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Globale Einsatzfähigkeit erwünscht

29.08.2005
Detecon-Personalchef Ansgar Kinkel erläutert im CW-Gespräch, wie sich die Anforderungen an Berater verändert haben.

CW: Ihre Kunden fordern vor allem erfahrene Leute. Stellen Sie als Technologie- und Management-Beratung überhaupt noch Hochschulabsolventen ein?

KINKEL: Ja, denn in einem so dynamischen Marktumfeld sind wir auf aktuelles Wissen und frische Ideen angewiesen. Aber das Verhältnis muss stimmen. Daher stellen wir mindestens genauso viele Mitarbeiter mit - teilweise langjähriger - Berufserfahrung ein. Heute ist wichtig, dass die Struktur einer Beratung nicht der einer Pyramide gleicht, die sich aus vielen Hochschulabsolventen und wenigen erfahrenen Consultants zusammensetzt.

CW: Was erwarten Sie von Bewerbern? Haben sich Ihre Anforderungen verändert?

KINKEL: Ein entscheidender Punkt ist die globale Einsatzfähigkeit und damit auch die Mobilität der Mitarbeiter. Aber auch für andere Beratungsthemen wird zunehmend internationales Know-how gefordert. Denn immer mehr Unternehmen messen sich an Wettbewerbern aus Amerika und Asien, um von diesen Märkten zu lernen.

CW: Welche Rolle spielt Fachwissen?

KINKEL: Viele Mitarbeiter auf der Kundenseite verfügen über ein breites IT-Wissen und erwarten entsprechend vom Berater fachliche Tiefe. Allerdings verlangen wir nicht, dass ein Bewerber sowohl in Informations- und Telekommunikationstechnik-Fragen als auch in den Bereichen Strategie und Implementierung absolut fit ist. Insgesamt muss eine Beratung diese Qualifikationen aber zur Verfügung stellen können. Denn die reine Konzepterstellung ist ein Auslaufmodell. Heute geht es darum, auch die Implementierung einer Lösung von A bis Z zu begleiten.

CW: Welche Rolle spielt neben den IT- und Beratungsqualitäten eines Bewerbers sein Branchen-Know-how?

KINKEL: Für den Kunden ist das wichtig, denn er will keine generische, sondern eine maßgeschneiderte und funktionsfähige Lösung.

CW: Haben Quereinsteiger heute noch eine Chance in der Beratung?

KINKEL: Inhaltlich sind sie eine wichtige Bereicherung. Denn häufig ist die Kombination aus Fachwissen und Führungserfahrung die beste Voraussetzung für einen Berater-Job. Es gibt aber durchaus Consulting-Unternehmen, die aufgrund ihrer Unternehmenskultur nicht gerne auf Quereinsteiger setzen. (hk)