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Globaler Markt für Sicherheits-Software floriert

17.06.2008
Weltweit stiegen 2007 die Umsätze mit Security-Software um 20 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.

Je größer das IT-Sicherheitsproblem in Unternehmen wird, desto besser geht es den Anbietern einschlägiger Tools: Nach 8,7 Milliarden Dollar im Jahr 2006 betrugen die Erlöse 2007 bereits 10,4 Milliarden Dollar. "Compliance-Vorschriften, Datenlecks und Datenschutzprobleme sowie die Notwendigkeit, den sich rasch verändernden Bedrohungsszenarien etwas entgegenzusetzen, sind hauptverantwortlich für die steigenden Investitionen im Bereich Sicherheit", kommentiert Gartner-Analyst Ruggero Contu die globale Marktentwicklung.

Weltweiter Markt für Security-Software

Hersteller

Einnahmen (2007/Millionen Dollar)

Marktanteil (2007/Prozent)

Wachstum (2006 bis 2007/Prozent)

Symantec

2,76

26,6

8,0

McAfee

1,22

11,8

14,2

Trend Micro

0,88

7,6

15,4

IBM

0,60

5,8

30,7

CA

0,41

4,0

- 2,8

EMC

0,41

4,0

240,5Quelle: Gartner

Die ersten Plätze des Gartner-Rankings besetzen Symantec und McAfee, die 2007 mit Marktanteilen von 26,6 beziehungsweise 11,8 Prozent ihre Führungspositionen halten konnten. Platz drei belegt Trend Micro mit 7,8 Prozent, Rang vier besetzt IBM, gefolgt von CA und EMC. Der Speicherriese hat seine Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr gut verdreifacht - eine Steigerung, die der Anbieter aus Gartner-Sicht primär Firmenzukäufen (wie etwa RSA) verdankt.

Verantwortlich für den Wachstumsschub im Markt für Security-Software sind laut Gartner E-Mail-Security-Appliances sowie SIEM-Produkte (Security Information and Event Management) mit Zuwachsraten um 45,4 beziehungsweise 32,1 Prozent. Als Antriebsfedern für die Anschaffung von SIEM-Tools ermittelten die Analysten neben Compliance-Belangen die Notwendigkeit, der wachsenden Bedrohung durch gezielte Angriffe und Betrugsversuche zu begegnen. Die steigenden Investitionen in E-Mail-Security-Lösungen wiederum seien primär auf die Haftung für auf Firmensystemen befindliche Spam-Messages und Malware zurückzuführen, so Gartner-Experte Contu.

Stand-alone-Virenschutz passé

Zu den am langsamsten wachsenden Segmenten zählen den Marktforschern zufolge die Bereiche Enterprise Antivirus sowie Web Access Management (WAM). Während sich Virenschutz als Stand-alone-Produkt allmählich verabschiedet und zunehmend Bestandteil umfassender Endpoint-Security-Plattformen wird, verzeichnete die bereits weit verbreitete, ausgereifte WAM-Technik im Berichtszeitraum einen Zuwachs um 12,7 Prozent.

Geografisch gesehen legte der Markt für Security-Software in Lateinamerika mit einem Plus von gut 40 Prozent am stärksten zu, gefolgt vom Nahen Osten und Afrika sowie dem asiatisch-pazifischen Raum mit diesbezüglichen Zuwächsen um 35 respektive 27 Prozent. Insgesamt an der Spitze liegen jedoch nach wie vor Nordamerika und Westeuropa mit Marktanteilen von 47,5 beziehungsweise 31,7 Prozent.

"Angesichts des Compliance-Drucks seitens der Behörden und der Industrie werden Technikpriorisierung, -auswahl und -wartung die großen Herausforderungen für Unternehmen bleiben", resümiert Contu. Darüber hinaus, so der Gartner-Analyst, gelte es für Organisationen, stets den geschäftlichen Mehrwert sowie Kosteneffizienz für Sicherheitsmaßnahmen unter Beweis zu stellen. (kf)