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Middleware: COM versus Corba


13.03.1998 - 

Glossar zu DCOM und Corba

ActiveX: Oberbegriff für die Komponenten von Microsoft. Dazu gehören neben Active Controls zum Beispiel zusammengesetzte Dokumente, Scripting und Datenbankzugriffe.

ActiveX Control: Eigenständiger Binärcode mit einer definierten Kommunikations-Schnittstelle; für jede Plattform ist ein eigenes Binary nötig; derzeit wird nur Wintel unterstützt.

Common Object Request Broker Architecture (Corba): Oberbegriff für die Schnittstellen-Definitionen der OMG für komponentenbasierte Software, die dem OMG-Objektmodell gehorcht. Besteht im wesentlichen aus dem Object Request Broker (ORB) und Services, etwa für Sicherheit oder für netzeinheitliche Bezeichnungen (Naming). Erst seit Version 2 von 1994 ist die Kommunikation zwischen verschiedenen ORB-Implementierungen möglich.

Component Object Model (COM): Microsoft-Architektur für das Zusammenwirken von Softwarekomponenten.

Distributed Component Object Model (DCOM): Proprietäres Microsoft-Protokoll für das Zusammenwirken verteilter ActiveX-Komponenten. Entspricht in etwa dem ORB bei Corba.

Distributed Computing Environment (DCE): Standards von The Open Group (ehemals OSF und X/Open) für netzwerkbasierte Dienste in offenen, heterogenen Systemumgebungen.

Dynamic Data Exchange (DDE): Basistechnologie von OLE; über DDE-Aufrufe tauschen Windows-Anwendungen Informationen aus; wird von allen Microsoft-Sprachen unterstützt. Im Netz sind andere Transportmechanismen, vor allem Remote Procedure Calls (RPCs), vorgesehen.

Dynamic Invocation Interface (DII): Schnittstelle, um Objekte aufzurufen, deren Eigenschaften vorher nicht bekannt sind; die Eigenschaften werden erst zur Laufzeit aus dem (permanent gespeicherten) Interface Repository abgefragt.

Dynamic Skeleton Interface (DSI): Server-Variante zu DII.

General Inter-ORB-Protocol (GIOP): Standardsyntax für die Kommunikation zweier ORBs über ein beliebiges Transportprotokoll, Teil von Corba 2.

Hypertext Markup Language (HTML): Seitenbeschreibungssprache für statische WWW-Seiten.

Hypertext Transfer Protocol (HTTP): derzeit häufigstes Protokoll für den Transport von WWW-Inhalten, vor allem HTML.

Interface Definition Language (IDL): Plattform- und implementationsunabhängige Sprache für die Beschreibung von Objektkommunikations-Schnittstellen. Per IDL-Compiler wird Stub- und Skeleton-Code in der gewünschten Programmiersprache (z.B. C++ oder Java) erzeugt.

Inter-Language Unification (ILU): Xerox-Projekt zur vollständigen Abstraktion von Sprach-, System- und Kommunikations-Schnittstellen sowie GUIs; kann verwendet werden, um Corba-IDL zu generieren.

Internet Inter-ORB-Protocol (IIOP): Offener Protokollstandard für die Internet-Kommunikation (TCP/IP) zwischen ORBs.

Java: Plattformunabhängige, objektorientierte Programmiersprache, die es erlauben soll, komplette Applikationen oder Softwarekomponenten zu schreiben, ohne die Ablaufplattform zu kennen; gilt aufgrund der Hardware-Unabhängigkeit auch als Plattform und wird unter anderem zum Betriebssystem ausgebaut.

Javascript: Interpretierte Programmiersprache, die von vielen Web-Browsern unterstützt wird; hauptsächlich eingesetzt, um Internet-Inhalte zu dynamisieren und Browser zu steuern.

Object Component Extension (OCX): Komponentenadapter, der innerhalb von Microsofts COM-Architektur den Zugriff auf Schnittstellen erlaubt, die keinem Komponentenmodell gehorchen; aufgrund großer Ähnlichkeiten lassen sich OCXe leicht in die moderneren Active X Controls überführen.

Object Management Architecture (OMA): Konzeptionelles Framework der OMG-Spezifikationen, in dem Ziele und Objektsemantik festgelegt sind; enthält auch das OMA Reference Model.

Object Management Group (OMG): 1989 gegründete Vereinigung von mehr als 700 Herstellern (inzwischen auch Microsoft), um plattformübergreifende Standards für Software-Objekte zu schaffen. Wichtigstes Ergebnis ist die Corba-Architektur.

Object Request Broker (ORB): Software für die Verwaltung und Vermittlung verteilter Softwarekomponenten; ein ORB stellt für die Programmobjekte die Verbindung zu anderen Objekten her, ohne daß der Client wissen muß, wo sich im Netz die andere Anwendung befindet.

Online Linking and Embedding (OLE): Von Microsoft definierte Methode zur Kooperation von Windows-Anwendungen; existiert in drei Entwicklungsstufen: OLE, OLE 2 und OLE 32; OLE Automation bezeichnet die OLE-Schnittstelle für Scriptsprachen.

The Open Group: Dachverband der Industriekonsortien X/Open und Open Software Foundation (OSF); haben sich lange Zeit vor allem im Unix-Umfeld um herstellerübergreifende Standards bemüht, soll auf Initiative von Microsoft im Rahmen der Untergruppe Active Group auch die Weiterentwicklung von DCOM überwachen.

Remote Method Invocation (RMI): Technik für die Kommunikation zwischen Java-Objekten; bislang auf Basis von RPC als Transportmechanismus, der nun jedoch für Entwickler unmerklich durch Corba und IIOP ersetzt wird.

Remote Procedure Call (RPC): Technik für den synchronen Aufruf von Prozeduren mittels eines Kommunikationsprotokolls; Basis für viele Netzdienste der offenen Systemwelt. Dazu gehört insbesondere das Sun-RPC Network File System (NFS), das auch in die von Microsoft für DCOM verwendete RPC-Technik des Distributed Computing Environment (DCE) von der OSF eingegangen ist.

Stub, Skeleton: Der Programmteil eines Software-Objekts, der für die Kommunikation mit anderen Objekten verantwortlich ist. Beim Client heißt er Stub, beim Server Skeleton. Allerdings wird auch die Server-Komponente oft als Stub bezeichnet. Der vom IDL-Compiler erzeugte Code wird in der Regel mit einer zusätzlichen Bibliothek gelinkt, um die Kommunikations-Schnittstelle zu realisieren. Bei Microsofts DCOM liegen Stub und Skeleton in einer gemeinsamen DLL.