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25.10.2004

Glossmark-Technik sichert Dokumente

Eine neue Technik von Xerox erzeugt Drucke, die Hologrammen ähneln und fälschungssicher sind.

Am Anfang stand 2002 die Entdeckung eines Teams aus dem Xerox-Forschungslabor in Webster, US-Bundesstaat New York, dass sich der natürliche Glanz von Druckertoner gezielt verändern lässt. Dadurch können auf einem Ausdruck matte und glänzende Bereiche erscheinen. Bei einem bestimmten Einfallswinkel des Lichts scheinen die glänzenden Bereiche über dem eigentlichen Ausdruck zu schweben. Dieser Effekt ähnelt einem Hologramm, ist aber preisgünstiger zu erzielen.

Viele Einsatzgebiete

Der Effekt lässt sich nicht kopieren oder mit normalen Druckern herstellen und kann damit Ausdrucke fälschungssicher machen. Glossmark-Siegel könnten Hologramme auf Medikamenten- oder Softwareverpackungen ersetzen und Fälschungen von Produkten, beispielsweise kostspieligen Ersatzteilen, verhindern. Und mit ihnen ließe sich die Echtheit von Produkten, Eintrittskarten, Ausweisen, Zeugnissen, Aktien und anderen Dokumenten belegen. Ein weiteres Anwendungsgebiet dürfte sich im Marketing auftun, denn 3D-Effekte sorgen als Blickfang für höhere Aufmerksamkeit.

Um dahin zu kommen, bedarf es allerdings eines neuen Druckverfahrens. Bei dem werden die Ausgangsbilder nicht in Punkten gerastert, sondern in Streifen. Der Verlauf der Streifen bestimmt, in welche Richtung die auf das Papier auftreffenden Lichtstrahlen umgelenkt werden. Wenn man verschiedene Rasterrichtungen kombiniert, scheint das Bild über dem Papier zu liegen. Die Höhe der jeweiligen Streifen, so genannter anisotroper Strukturen, bestimmt die Intensität der holografieähnlichen Wirkung. Je höher und abgerundeter diese Strukturen auf dem Bedruckstoff aufgetragen werden, desto stärker glänzt der Streifen.

Spezielle Hardware notwendig

Normale Drucker können sol-

che Effekte nicht erzeugen. Es muss schon ein System sein, das über einen DocuSP-Controller von Xerox verfügt. Dieser übernimmt die Koordination der unterschiedlichen Parameter; er steuert die exakte Lage und Höhe der Rasterlinien. Der Controller übersetzt ein Logo, zu dem eine Vollfarbdatei und eine Schwarzweiß-Maske vorliegen müssen, in ein spezielles Glossmark-EPS (Encapsulated Postscript Format). Das Logo steht dann in einem gesonderten Speicherbereich als Vorlage zur Verfügung. Aus dort abgelegten Logos kann der Anwender das gewünschte aufrufen. Die DocuSP-Print-Software steuert entsprechend die Ausrichtung der einzelnen Rasterlinien. Zurzeit ist die Größe von Glossmark-Print noch auf ein Format von etwa zehn mal sieben Zentimeter beschränkt.

Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der Glossmark-Technik und ihr günstiger Preis haben anscheinend in der Industrie große Aufmerksamkeit erregt. Jedenfalls berichtet Xerox, dass sich zahlreiche Unternehmen nach Möglichkeiten der Lizenzierung erkundigt hätten. Bisher schweigt sich Xerox darüber aus, ob und gegebenenfalls an wen es Lizenzen vergeben hat. (ls)