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06.10.1989 - 

Branchenfremder VAN-Anbieter tummelt sich im Reservierungsmarkt

GM-Tochter EDS verhandelt mit Airline über System One

HOUSTON (IDG) - Der Markt der US-Flugreservierungssysteme ist in Bewegung. Dem Vernehmen nach verhandelt die Texas Air Corp. mit der General-Motors-Tochter EDS über den Ankauf seiner Software- und Reservierungstochter System One Corp. Gleichzeitig erwägt Delta Airlines eine Fusion ihres Datas-II-Systems mit dem Pars-Netz, das die Northwest Airlines und TWA bedient.

Hintergrund der offenbar kurz vor dem Abschluß stehenden Verkaufsverhandlungen über System One sind zum einen finanzielle Schwierigkeiten, in die das drittgrößte Reservierungssystem der USA geraten ist, aber auch Bedenken derart, daß die Fusion der beiden konkurrierenden Systeme Datas Il und Pars den Reservierungsmarkt von System One kräftig beschneiden könnte. Im Januar dieses Jahres waren bereits 400 Angestellte entlassen oder versetzt worden. Auch blieben Pläne für eine landesweites T-3-Netzwerk, dessen Installationswert von den System-One-Entwicklern auf 30 Millionen Dollar veranschlagt wurde, in der Schublade. Immerhin soll der Zeit zu kurze Kapitaldecke wieder verlängern würde.

Nach dem Motto "bigger is better" im Airline-Geschäft beurteilen die US-Analysten das Geschehen als positiv. Die beiden größten Anbieter, die Covia Partnership, die von der United Airline dominiert wird, und Sabre, die eng mit der American Airline zusammenhängt, erhielten jetzt stärkeren Mitbewerb. Neu an der Situation ist, daß, sollte System One wirklich an EDS gehen, zum erstenmal ein Flugreservierungssystem von einem branchenfremden Unternehmen betrieben würde.

Eine Ende der Fusionitis ist nicht Sicht. Zwar hatte das Kartellamt der USA einer Verschmelzung der beiden Giganten Sabre und Datas II noch im Frühjahr die Genehmigung verweigert, doch dürfte sich nach der Übernahme von System One die Lage derart verändert haben, daß "bigger is better" auch für die Behörde ein Argument werden könnte.