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13.09.1991 - 

Erfahrungsberichte aus der Industrie

GMD-Studie befaßt sich mit der Prototyping-Praxis

MÜNCHEN (CW) - Damit Prototyping für die Software-Entwickler kein Buch mit sieben Siegeln bleibt, hat die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH (GMD), Sankt Augustin, bereits Anfang 1991 eine Studie (Nr. 184) zu diesem Thema herausgebracht. Das Werk enthält Erfahrungsberichte von industriellen Softwareprojekten, die mit Prototyping durchgezogen wurden.

Die GMD-Analyse basiert auf der Arbeit des GI-Arbeitskreises 4.3.1, die unter dem Motto "Wissensbasierte Systeme für das Prototyping" stand. Dabei wurden für die Studie nur Projekte mit industriellem Charakter ausgewählt; außerdem mußte von vorneherein feststehen, daß bei der Programmentwicklung mit Prototypen gearbeitet werden sollte. Eigenentwicklungen von Endanwendern wurden nicht berücksichtigt. Die Bandbreite der ausgewählten Projekte reichte von einer Auftragsgröße mit einer Entwicklungszeit von zwei Personenjahren bis zum Großauftrag mit 240 Personenjahren. Die Entwickler kamen sowohl aus der DV-Abteilung technischer Großkonzerne wie auch aus mittleren und kleineren Software-Unternehmen.

Neben den Begriffen und Konzepten des Prototyping beschreibt die GMD-Untersuchung fünf Fallstudien und analysiert die Erfahrungen, die von den Unternehmen beim Software-Engineering mit Prototypen gemacht wurden. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, daß Prototyping, besonders im Zusammenhang mit evolutionären Entwicklungsstrategien, für die Qualität förderlich sei. Zudem habe sich herausgestellt, daß Prototyping erst durch geeignete Tools und eine Entwicklungsumgebung mit schnellen Entwicklungszyklen attraktiv und effizient werde.