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14.10.1983 - 

Benutzer sind mit Tool- und Programmangebot nur bedingt zufrieden:

GMD-Studie nimmt Softwaremarkt aufs Korn

BONN (mer)-Die heutigen Softwaretools scheinen den Bedürfnissen der bundesdeutschen Anwender offensichtlich noch nicht ganz zu entsprechen. Kritik an Qualität und Breite des Marktangebots übten jetzt jedenfalls die Befragten einer Untersuchung der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GM), Bonn. Dennoch hat sich die Meinung der DV-User über die Leitungsfähigkeit der Anbieter insgesamt gebessert.

Zahlreiche Anwender werden vor allem in den innovativen Anwendungsbereichen, etwa bei Bürokommunikation und der Integration von Text- und Datenverarbeitung, in Zukunft stärker mit externen Spezialisten zusammenarbeiten. Gleichzeitig wollen auch die großen Anwender ihre Nachfrage nach Standardprogrammen intensivieren.

Für das Marktsegment der kleinen Betriebe, denen "Small Businell Systems" und" Personal Computer"

heute eine eigene DV-Anwendung erlauben, so die Aussagen der GMD-Analyse, haben sich die euphorischen Wachstumserwartungen in der Bundesrepublik Deutschland bislang nicht erfüllt. Hier zeigt die Studie ein komplexes Geflecht wirtschaftliche Restriktionen, widersprüchlicher Erwartungen und Einschätzungen in den Betrieben. In dieser Situation erwägen zwar viele Unternehmen den Einstieg in die eigene DV-Anwendung, konkret geplant werde dieser Schritt zur Zeit aber nur bei wenigen. So stehe der Durchbruch zu einer breiten Anwendung der kleinen Systeme noch aus- die Zahl der Erstanwender liege noch unter 20 000 pro Jahr.

Die heute im Markt tätigen Software-Anbieter sind aktiver im Marketing und haben ihre Produktionsmethoden verbessert, so die Autoren der Studie. Das Angebot an Software-Produkten wie etwa- Werkzeuge oder Standardprogramme wurde verbreitert: 80 Prozent der Software-Anbieter haben ihr Angebot an eigenentwickelter oder in Lizenz vertriebener Standard-Anwendungssoftware ausgebaut.

Nach wie vor ist die Finanzierung der Entwicklungsarbeiten für das wichtiger gewordene Produktgeschäft ein zentrales Problem der kleinen und mittleren Firmen. 73 Prozent der Produktentwicklungen werden ausschließlich oder überwiegend aus Eigenmitteln finanziert.

Wohl nicht zuletzt durch den härteren Wettbewerb ist seit 1979 rund ein Viertel der kleinen Software-Anbieter aus dem Markt ausgeschieden.

Die Ergebnisse der Studie wird die GM am 17. Oktober 1983 im Rahmen der Systems der Fachöffentlichkeit vorstellen.