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08.03.1985

GMD und Siemens schließen Kooperationsvertrag:Software für die Justizverwaltung

MÜNCHEN (pi) - Auf den Siemens-Mikros PC-MX soll künftig das von der GMD entwickelte Softwaresystem "Sojus" zur Unterstützung operativer Hilfsaufgaben in der Justiz eingesetzt werden. Das System wird sowohl die Textverarbeitung in Kanzleien unterstützen als auch die Verfahrensverwaltung in den Geschäftsstellen von Gerichten.

Einen entsprechenden Vertrag über die gemeinsame Entwicklung des informationstechnischen Systems zur Unterstützung der Verwaltungs- und Bürotätigkeiten an Gerichten unterzeichneten jetzt die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH Bonn (GMD) und die Siemens AG. Basis für die Zusammenarbeit ist das Softwarepaket "Sojus" (Softwaresystem zur Unterstützung operativer Hilfsaufgaben in der Justiz), das die GMD im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des DV-Einsatzes in der Justiz entwickelt hat. Beide Unternehmen wollen das Paket so weiterentwickeln, daß es auf den Arbeitsplatzcomputern vom Typ Siemens PC-MX ablaufen kann.

Der erste Einsatz von Sojus soll voraussichtlich ab Mitte 1985 aufgrund einer Vereinbarung mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz bei den Amtsgerichten München und Bayreuth stattfinden. Nach erfolgreichem Piloteinsatz plant Siemens den Vertrieb dieses Systems. Die Vertragspartner sehen diese Zusammenarbeit als ein Beispiel an für den Technologietransfer zwischen Forschungsinstituten und Industrie durch den Forschungsergebnisse einer industriellen Vermarktung zugeführt werden können.

Sojus ist als herstellerneutrales System auf der Basis des Betriebssystems Unix konzipiert. Systemtechnisch wird es für vernetzbare Arbeitsplatzrechner entwickelt und zuerst auf dem unter dem Betriebssystem Sinix eingesetzt. Die Software wird sowohl die Textverarbeitung in Kanzleien unterstützen als auch die Verfahrensverwaltung in den Geschäftsstellen von Gerichten, wie zum Beispiel Registerführung, Aktenverwaltung, Termin- und Fristenverwaltung, Auskunftswesen und Statistik. Später sollen auch Möglichkeiten der DV-Kommunikation zwischen Gerichten und Anwaltskanzleien einbezogen werden.