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20.06.2006

Google baut "heimlich" neue Schaltzentrale

In The Dalles, Oregon, ist der Strom billig und jede Menge Dark Fiber aus der Dotcom-Zeit übrig.

Von dem neuen Rechenzentrum will offiziell niemand etwas wissen. "Niemand spricht das ‚G‘-Wort aus", erklärt Diane Sherwood, Executive Director des Hafens von Klickitat, Washington, der Googles Großbaustelle am anderen Ufer des Columbia River gegenüberliegt. Laut "New York Times" hält der Suchmaschinenbetreiber das Projekt geheim und hat die örtlichen Autoritäten zum Stillschweigen verpflichtet.

Schwer geheim zu halten

Die zwei Gebäude und zwei riesige Kühlaggregate des "Project 02" in der kleinen Ortschaft sind jedenfalls schwer unsichtbar zu machen. Erwarten darf man, dass in dem neuen großen Rechenzentrum 80 Meilen östlich von Portland bald massenweise günstige Rechner und Platten stehen.

Google ist zwar primär als Suchmaschine bekannt, doch man könnte es als den Versuch betrachten, mittels neuester wissenschaftlicher Forschung ein Netz von Supercomputern aufzubauen, das mehr Daten - schneller und günstiger - als seine Wettbewerber verarbeiten kann.

Wie Googles Infrastruktur aussieht, weiß heute kein Außenstehender genau - "Firmen sind historisch gesehen empfindlich, wo sich ihre operationale Infrastruktur befindet", räumt Urs Hölzle ein, Senior Vice President of Operations. Im März 2001 lieferte Google nach Angaben eines ungenannten Experten von Microsoft rund 70 Millionen Web-Seiten pro Tag über 8000 Rechner aus, bis 2003 war die Zahl der Maschinen bereits auf 100 000 angewachsen.

Man schätzt, das Google derzeit etwas 450 000 Server an wenigstens 25 Standorten weltweit betreibt, unter anderem in Irland und Atlanta, Georgia. Die Rechenzentren sind über ein schnelles Glasfasernetz miteinander verbunden, das in den letzten Jahren aufgebaut wurde.

Außerirdisches Google

Das verdeutlicht auch bereits die Schwierigkeiten, vor denen Konkurrenten wie Microsoft im Wettbewerb mit Google stehen. "Google ist wie die Borg", sagt der Netzexperte Milo Medin, der in den 90er Jahren den Online-Dienst @Home gegründet hatte, unter Anspielung auf die TV-Serie "Stark Trek". "Ich kenne keinen anderen Carrier und kein Unternehmen, das Anwendungen derart effektiv ausliefert." (tc)