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07.11.2007

Google betritt den Mobilfunkmarkt

Der Internet-Konzern schmiedet eine Betriebssystem-Allianz.

Geplant ist eine Handy-Plattform namens "Android", die in Zusammenarbeit mit 33 Technologie- und TK-Konzernen entwickelt werden soll. Zu dem Softwarestack sollen Betriebssystem, Middleware, Benutzeroberfläche und Anwendungen gehören. Ziel ist unter anderem, Entwicklern das schnelle und einfache Schreiben von Applikationen zu ermöglichen, die auf vielen unterschiedlichen Handsets laufen sollen. Die Android-Software wird voraussichtlich kostenlos unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung stehen, so dass Mobilfunkanbieter beliebig Geräte und Software rund um die Plattform entwickeln können. Die Allianz, die sich als Open Handset Alliance (OHA) bezeichnet, umfasst die Mobilfunk-Carrier T-Mobile, Sprint Nextel und NTT Docomo sowie die Gerätehersteller HTC, Motorola und Samsung.

"Diese Ankündigung ist sehr viel ambitionierter als jedes Google Phone über das die Presse spekuliert hat", sagte Google-Boss Eric Schmidt. Harte Fakten oder Bilder geplanter Geräte oder Benutzerschnittstellen gab es jedoch nicht. Bis zur zweiten Hälfte 2008 soll es dauern, bis Geräte auf Basis des Android-Betriebssystems auf den Markt kommen.

Google erwartet, dass sich die Konsumenten in Zukunft verstärkt über mobile Geräte ins Internet begeben werden. Je leichter ihnen der Zugang gemacht wird, desto schneller nimmt dieser Trend Fahrt auf. Dann möchte der größte Internet-Konzern mit seinen Angeboten von Anfang an dabei sein und seinen Werbekunden diese Plattform erschließen. Die OHA richtet sich also nicht zuletzt gegen die anderen großen Anbieter von Handy-Betriebssystemen wie Microsoft, Nokia, Research in Motion (RIM), Symbian und neuerdings auch Apple. So ist es nicht verwunderlich, dass diese nicht auf der Liste der Partner stehen.Der Ansatz, mit verschiedenen Geräteherstellern und Netzbetreibern zu kooperieren, unterscheidet sich von dem der Konkurrenten. Insider spekulieren, Google gehe es nicht um das Design der Geräte, sondern darum, auf die Geschäftsmodelle Einfluss zu nehmen. Indem die Android-Software kostenlos an Gerätebauer und Entwickler abgegeben wird, können diese den Preisvorteil an die Kunden weiterreichen. Später dürften die Geräte sogar weitgehend subventioniert werden, sollte es Google gelingen, zielgenau Werbung für die Handy-Benutzer zu platzieren. Ein Werbe-Broking-System für Handys, das auf Googles Werbeplattform fürs Internet basiert, gibt es angeblich bereits. (tc/hv)