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31.03.2016 - 

Wall Street Journal

Google hat dem FBI beim Entsperren von Smartphones geholfen

Insgesamt 63 mal hat die US-Regierung Apple oder Google in der Vergangenheit dazu aufgefordert, ein Smartphone oder Tablet zu entsperren. In neun Fällen ist Google auf die Forderungen eingegangen. Einen Freifahrtschein für das FBI gibt es aber nicht.
Auch Google wird häufig vom FBI aufgefordert, ein Smartphone oder Tablet zu entsperren.
Auch Google wird häufig vom FBI aufgefordert, ein Smartphone oder Tablet zu entsperren.
Foto: Asif Islam - www.shutterstock.com

Nicht nur Apple, sondern auch Google war in der Vergangenheit im Visier des FBI und hat bereits mehrfach geholfen, Smartphones für die Sicherheitsbehörde zu entsperren. Insgesamt hat das Federal Bureau of Investigation seit 2012 neun Mal Google aufgefordert, ihnen Zugang zu einem Android-Smartphone zu gewähren, besagt ein Bericht des Wall Street Journal. Zu den Geräten gehören Smartphones von Samsung, Alcatel und Kyocera, die zumeist ohne Verschlüsselung ausgeliefert werden. Insgesamt zählt die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union 63 Fälle, in denen die US-Regierung von Apple oder Google forderte, ein Smartphone oder Tablet zu entsperren.

Ensperren ja, Entschlüsseln nein

Mit dem Android Geräte Manager können Android-Nutzer - und ggf. auch Google Devices orten und u. U. entsperren.
Mit dem Android Geräte Manager können Android-Nutzer - und ggf. auch Google Devices orten und u. U. entsperren.

Google hat zwar keinen direkten Zugriff auf die Android-Software von Smartphones, ist aber in der Lage den Sperrbildschirm aufzuheben. Möglich macht das der Android Geräte-Manager, über den Nutzer bis Android Lollipop die Möglichkeit haben, die Bildschirmsperre über den Google-Account aufzuheben, sollten sie den Zugangsschlüssel vergessen haben. Das funktioniert allerdings nur, wenn auf dem Smartphone ein Entsperrmuster genutzt wird, mit Fingerabdruck, Pin oder Passwort geschützte Android-Smartphones lassen sich damit nicht entsperren.

Doch Google kommt nicht jeder Anfrage des FBI nach: In einer Stellungnahme von Google, bezüglich Anfragen der Sicherheitsbehörden heißt es: "Wir prüfen sorgfältig alle Vorladungen und gerichtliche Anordnungen, um sicherzustellen, dass sie den niedergeschriebenen und dem Geist des Gesetzes entsprechen." Eine Anfrage wie sie Apple erhalten hat, eine generelleHintertür in das System einzubauen hat Google jedoch nicht bekommen. "Wie unsere Gesinnung zeigt, würden wir einer solchen Anweisung entschieden widersprechen".

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CAD-Robert

Die Erfahrung aus den letzten 100 Jahren sagt dazu Folgendes:

WENN die US-Regierung etwas will, so bekommt sie dies von JEDER Firma in den USA. Der Grund ist relativ einfach: verweigert eine US-Firma eine "freiwillige" Mitarbeit, so wird diese schlicht und einfach aus der Vergabe von (lukrativen) öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen.

Meist muss aber gar nicht so weit gegangen werden: die Mitglieder der Geschäftsleitungen haben oft eine Offizierslaufbahn bei Airforce, Marine oder Army hinter sich. Da genügt ein einfacher Anruf und der Gesprächspartner springt auf, schlägt die Hacken zusammen und nimmt die Instruktionen entgegen. Am Ende kommt dann: "Gott segne die Vereinigten Staaten". Der Hinweis, dass dieses Gespräch so niemals stattgefunden hatte, ist nicht mal mehr nötig: diese Leute kennen die Spielregeln.

Wirkt dies noch immer nicht, (Firmen im Silicon Vally haben oft Geschäftsführer ohne Militärlaufbahn) so gibt es einen riesigen Fundus von kleinen bis heftigen Druckmitteln: von der "wöchentlichen Steuerprüfung" bis zur Anklage der Geschäftsführung wegen "Landesverrat" (meist getarnt als "Nationale Sicherheit"). Hilft das nichts, so hat man über diverse Abhörmaßnahmen genügend "Ansatzpunkte" für ein "konstruktives Gespräch".

Senator McCarthy war eine Legende im Zerstören von Menschen! Das FBI stand dabei immer willfähig zur Seite, egal wie abstrus der Vorwurf war. (mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/...

Auch die Firma APPLE wird über kurz oder lang still und leise einknicken. Da GOOGLE noch nie mit einem Verfahren gemäß dem "Sherman Antitrust Gesetz" bedroht wurde, ist davon auszugehen, dass die "Zusammenarbeit" bisher ausreichend gut war....

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