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27.05.2010

Google lässt Frist zur Datenübergabe verstreichen

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Im Konflikt um den Straßenfotodienst Street View hat Google in der vergangenen Nacht eine Frist verstreichen lassen, bis zu welcher der Konzern aufgezeichnete persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Netzen an den Hamburger Datenschutzbeauftragten übergeben sollte. Bis um Mitternacht am 26. Mai sollte die Daten aushändigt werden. Am Mittwoch erklärte die Google Inc jedoch, die Forderung des Datenschutzbeauftragten stelle eine "rechtliche Herausforderung" dar. Diese müsse erst geprüft werden, ehe die Daten zugänglich gemacht werden könnten.

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Im Konflikt um den Straßenfotodienst Street View hat Google in der vergangenen Nacht eine Frist verstreichen lassen, bis zu welcher der Konzern aufgezeichnete persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Netzen an den Hamburger Datenschutzbeauftragten übergeben sollte. Bis um Mitternacht am 26. Mai sollte die Daten aushändigt werden. Am Mittwoch erklärte die Google Inc jedoch, die Forderung des Datenschutzbeauftragten stelle eine "rechtliche Herausforderung" dar. Diese müsse erst geprüft werden, ehe die Daten zugänglich gemacht werden könnten.

Google fürchte, mit der Herausgabe deutsches Recht zu verletzen, wie eine mit der Sache vertraute Person sagte. Der Konzern aus Mountain View, Kalifornien, könnte der Forderung durchaus zu einem späteren Zeitpunkt nachkommen. Google hatte Mitte Mai eingeräumt, dass die bei der Foto-Kartierung für Street View eingesetzten Fahrzeuge auch persönliche Daten von Internetnutzern wie Fragmente von Webseiten und private Emails aus unverschlüsselten WLAN-Netzwerken aufgezeichnet hatten.

Google sprach von einem Fehler. Die Panne entdeckt hatte das wegen seiner Datenschutzpolitik ohnehin umstrittene Unternehmen demnach erst durch eine Anfrage des Hamburger Datenschutzbeauftragten. Ein Konzern-Sprecher erklärte, man wolle kooperieren und diskutiere derzeit das angemessene rechtliche und logistische Vorgehen. "Wir hoffe, dass wir mit mehr Zeit dieses schwierige Problem lösen können", sagte er. In allen anderen Punkten sei der Konzern den Forderungen der deutschen Behörden nachgekommen. So habe der Datenschutzbeauftragte bereits Zugang zu einem Street-View-Fahrzeug erhalten.

Zuvor am Mittwoch hatte ein Ausschuss des US-Kongresses Google aufgefordert, den Umfang der Datensammlung durch Street View offenzulegen, sowie was mit den Daten seitdem geschehen sei.

Webseite: www.google.de -Von Scott Morrison; Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha/cbr Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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