Mit Android 6

Google Pixel C im Test

05.01.2016
Thomas Rau ist stellvertretender Chefredakteur PC-WELT Print bei IT-Media. 
Pixel statt Nexus: Bei seinem neuen Tablet macht Google einiges anders und vieles besser als bei den Vorgängern. Wird das Pixel C damit zum besten Android-Tablet? Der Test gibt die Antwort.

Das Tablet wird zum Notebook: Mit dem Pixel C nimmt Google den Trend auf, den Microsoft mit dem Surface Pro 4 und Apple mit dem iPad Pro gesetzt haben. Auf dem Tablet sollen Sie nicht nur Surfen und Filme anschauen, sondern mit der passenden Tastatur auch Texte schreiben, Tabellen bearbeiten und Präsentationen erstellen können - ein 2-in-1-Gerät für Spaß und Arbeit.

TEST-FAZIT: Google Pixel C

Das Pixel C ist für Android das, was das Surface Pro 4 für Windows-Tablets ist: die Referenz. Kein Android-Tablet ist schöner, hat ein besseres Display oder lässt sich schneller bedienen. Nur Akkulaufzeit und WLAN-Tempo sind nicht optimal.

Allerdings bittet Google Sie dafür kräftig zur Kasse: Das ähnlich gute Samsung Galaxy Tab S2 ist bei gleicher Speichergröße sogar mit LTE günstiger. Es besitzt außerdem mit seinem farb- und kontraststarken AMOLED-Display einen ähnlich guten Bildschirm, ist leichter und lässt sich per Micro-SD-Karte erweitern.

Als Notebook-Ersatz kommt das Pixel C deutlich günstiger als Surface Pro 4 und iPad Pro. Im Produktiveinsatz schneidet es aber schlechter ab, weil es sich kaum für Multi-Tasking nutzen lässt und es weniger Produktiv-Apps gibt, die den großen Bildschirm optimal ausnutzen.

+ sehr helles und hochauflösendes Display

+ stabiles und elegantes Gehäuse

+ sehr schnelle Bedienung

+ USB Typ-C

+ aktuelles Android

Testergebnis (Noten)

Google Pixel C

Testnote

gut ( 2,33)

Preis-Leistung

preiswert

Bedienung und Geschwindigkeit(30 %)

2,45

Mobilität (25 %)

2,85

Bildschirm (22 %)

1,56

Ausstattung (20 %)

2,48

Service (3 %)

1,42

Das Pixel C soll dafür Googles großer Wurf werden: Nach dem 7-Zoll Nexus 7, dem 8,9-Zoll Nexus 9 kommt das Pixel C mit einem 10,2-Zoll-Bildschirm. Außerdem hat Google das Design in die eigenen Hände genommen: Die Vorgänger wurden von Asus beziehungsweise HTC gefertigt, jetzt verzichtet Google auf einen namhaften Hersteller als Partner. Ähnlich wie Microsoft mit dem Surface Pro 4 soll das Pixel C ein Referenz-Produkt sein: Ein Android-Tablet, das besser und hochwertiger ist als die Konkurrenz. Entsprechend gesalzen ist allerdings auch der Preis: 599 Euro!

Deshalb bekommt das Pixel C ein schickes und extrem stabiles Aluminium-Gehäuse. Das Tablet wirkt kantig, die Seiten sind nicht abgerundet - Sie spüren die Ränder deutlich, wenn Sie das Tablet in beiden Händen halten. Das Pixel C trägt kein Logo, auf der Rückseite ist nur die Kameralinse und eine Farbleiste angebracht, die unter anderem den Ladestand des Akkus anzeigt.

Neues Android, neuer USB-Stecker

Wie die Nexus-Geräte läuft auch das Google-Tablet mit der aktuellsten Android-Version, in diesem Fall 6.0.1. Außerdem verspricht Google schnelle und regelmäßige Updates des Betriebssystems. Ebenfalls neu: Am Pixel C sitzt ein Typ-C-Stecker. Mit dem passenden Kabel können Sie darüber Daten übertragen - Google legt aber keines bei, sondern verkauft sie im Play-Store als Zubehör: Ein Adapterkabel Typ C auf Typ A kostet beispielsweise 15 Euro. Mitgeliefert wird ein Netzteil mit festem Typ-C-Kabel, mit dem Sie das Tablet aufladen. Einen HDMI-Adapter für den Anschluss eines externen Monitors bietet Google derzeit nur in den USA an.

Neben der Typ-C-Buchse hat das Pixel C nur einen Kopfhöreranschluss. Ein Micro-SD-Karteneinschub fehlt. Deshalb muss der interne Speicher ausreichen, der je nach Modell mit 32 oder 64 GB aber ausreichend großzügig bemessen ist. Ein weiteres Ausstattungsdefizit: Ein Modell mit LTE hat Google beim Pixel C nicht im Angebot.

Die Tastatur für das Pixel C kostet 169 Euro.
Die Tastatur für das Pixel C kostet 169 Euro.
Foto: Google

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